Contact - Fundraising Ökodorf

 


1. Das Projekt "Contact-Dorf"


1.1 Die Projektidee


Seit nicht allzu langer Zeit ist in Augsburg aus einer einst kleinen Idee, ein großes Projekt ins Rollen gekommen. Es soll in oder im Umkreis der drittgrößten Stadt Bayerns ein soziales Öko-Dorf entstehen. Dabei soll im Dorf für einhundert bis zweihundert Menschen, unabhängig von sozialem Status, Alter, Herkunft oder Religion, Platz sein, ein Leben ohne  Altersarmut, Stress und Sorgen um Geld zu führen. Im Mittelpunkt dieser Idee stehen die drei Schlagworte „Gemeinsam. Besser. Leben“, welche zeitgleich als Motto, Erklärung und Umsetzungsplan der Philosophie gesehen werden können.

Gemeinsam soll gearbeitet, gefeiert und gelebt werden, ohne Ausgrenzungen sondern mit gegenseitiger Wertschätzung und Respekt. Durch das gemeinschaftliche Leben mit Jung und Alt wird ein Zusammenleben ohne Einsamkeit geschaffen. Dorffeste und gemeinsame Unternehmungen sollen den Zusammenhalt stärken. Ein weiteres wichtiges Anliegen stellt auch die Vernetzung nach außen dar. Das Öko-Dorf soll keineswegs isoliert sein, sondern mit anderen Gruppen, Organisationen und Menschen engen Kontakt pflegen.

Des Weiteren soll ein Raum geschaffen werden, wo Menschen die Möglichkeit besserer sozialer Unterstützung erfahren. Ob Kleinfamilien, Singlehaushalte oder Alleinerziehende – keiner wächst alleine auf und kann auf die Hilfe der anderen zählen. Eigene Dorfläden schaffen zusätzlich Arbeitsplätze für die Bewohner und gewähren eine bessere Versorgungsgrundlage. Sehr wichtig in diesem Zusammenhang ist die Idee der Nachhaltigkeit. Ressourcen sollen optimal und bewusst genutzt werden. Regenerative Energiequellen, maximal isolierte Häuser und möglichst viel eigenproduzierte Nahrung sind dabei nur wenige Beispiele, die genannt werden können. Laut Konzept des contact e.V. ist das contact-Dorf „eine Idee für ein besseres Augsburg“ (Arbeitspapier, S. 7).

Die Sorgen und Ängste vor der Zukunft sollen abnehmen, die Freude am Leben soll gesteigert werden. Im Fokus hierbei stehen die Vorzüge des einfachen Lebens, welche gemeinsam entdeckt werden. Das Motto hierbei lautet „Wer wenig hat, hat miteinander viel!“ (Arbeitspapier, S. 8), gemeinsam soll gelebt, gefeiert, Ziele erreicht und positive Erfahrungen gemacht werden. Ein Leben miteinander, statt nebeneinander soll im Öko-Dorf ein lebendiges Augsburg schaffen.

Da es sich bei der Idee Öko-Dorf keineswegs um ein kleines Projekt handelt, hängt damit auch ein finanzieller Aufwand zusammen, den es im Laufe der Zeit zu stemmen gilt. Es müssen Investitionen in Baugrund, Gebäude und Maschinen getätigt werden, was laut Konzeptpapier des contact e.V. eine Gesamtsumme von 14.100.000 € erfordert. Zum einen werden große Geldgeber und Zuschüsse unabdinglich für die Realisierung des Projekts sein, zum anderen zählt aber auch die finanzielle Unterstützung von einzelnen Bürgerinnen und Bürgern. Bisher kann die Stadtsparkasse Augsburg als größter offizieller Fürsprecher der Idee genannt werden. Da das Projekt jedoch noch in den Startlöchern steht und bisher nur durch einzelne regionale Auftritte in der örtlichen Zeitung, dem Radio sowie im Internet auf sich aufmerksam gemacht hat gilt es nun weiterhin eine möglichst breite Masse von der Idee zu überzeugen, um dann in erster Linie genügend Kapital für die Umsetzung aufzubringen. Es gibt die Möglichkeiten zu stiften, später auch Genossenschaftsanteile zu erwerben und zu spenden.

 Cornelia Kollmer (Stadtsparkasse, 2. v.l.) übergibt die Stiftungsurkunde an das Team

 Cornelia Kollmer (Stadtsparkasse, 2. v.r.) übergibt die Stiftungsurkunde an das Team

(Quelle: www.aichacher-zeitung.de)

In diesem Zusammenhang kann auch die Verbindung zum Service-Learning Seminar der Universität Augsburg hergestellt werden. Da der Verein contact nicht nur herkömmliche finanzielle Förderung in Anspruch nehmen möchte, sondern auch neue Methoden wie beispielsweise Crowdfunding in Betracht zieht, soll unser Service darin liegen im Bereich des Fundraising, für das Öko-Dorf im Rahmen unserer Möglichkeiten  tätig zu werden.

Unter Fundraising versteht man „die systematische Analyse, Planung, Durchführung und Kontrolle sämtlicher Aktivitäten einer steuerbegünstigten Organisation, welche darauf abzielen, alle benötigten Ressourcen (Geld, Sach- und Dienstleistungen) durch eine konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Ressourcenbereitsteller (Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, öffentliche Institutionen) zu möglichst geringen Kosten zu beschaffen.“ (Prof. Dr. Michael Urselmann, 2014, o. S).

Da der Verein contact mit seinen Verantwortlichen selbst keinerlei Erfahrungen in diesem Bereich mitbringt, sind sie für jede Unterstützung dankbar und haben uns bei der Entwicklung unserer Unterstützung vollkommen freie Hand gelassen. Im Fokus unserer Arbeit lag es jedoch vor allem die optimale Nutzung der neuen Medien und der richtigen Medieneinsatz, denn diese bieten in der heutigen Zeit eine gute Grundlage um bei der Finanzierung eines Großprojekts Erfolg zu erzielen.

 

1.2 Der Projektpartner

Roswitha Kugelmann
Quelle: contact-in-augsburg.de 

In Bezug auf das Projekt Öko-Dorf kann Roswitha Kugelmann als Gesicht der Idee und Hauptansprechpartnerin bezeichnet werden.Die sechzigjährige sozial engagierte Frau ist im Raum Augsburg bereits durch die Gründung und Leitung des Sozialkaufhauses Haunstetten, sowie durch den Vorsitz im Verein contact in Augsburg e.V. bekannt.

Nichtsdestotrotz möchte sie das Engagement im Sozialkaufhaus von der Idee des Öko-Dorfes trennen und dabei nicht beide Bereiche vereinen. Gemeinsam mit anderen Fürsprechern der Idee, wie beispielsweise Silvio Heidebüchel und Ann-Kathrin Glania macht sie sich für das Projekt Öko-Dorf stark und stößt auf immer mehr positive Resonanz.

Auch unser Kontakt bestand hauptsächlich aus gemeinsamen Treffen und der Zusammenarbeit mit Roswitha Kugelmann. Dabei diente als Treffpunkt immer das Sozialkaufhaus in Haunstetten. Es  ist zwar abgegrenzt von der Idee des Dorfes, spiegelt aber dennoch die Philosophie des Projekts wieder und vereint dort häufig bei gemeinsamen Treffen und Diskussionen Gleichgesinnte, welche sich für die Realisierung des Projekts stark machen wollen.

 

 

Unterstützer der Idee

 v.l.: Ann-Kathrin Glania, Roswita Kugelmann und Silvio Heidebüchel

(Quelle: AZ Online)



2. Ablauf des Projekts


2.1 Projektbeginn im Sommersemester 2014

Am 8.4.2014 hatten die Teilnehmer des Seminars Service Learning die erste Veranstaltung. Dabei wurde der Ablauf des Seminars vorgestellt, wobei erläutert wurde, dass sich einzelne Gruppen einem Projekt widmen. Zudem wurden organisatorische Dinge geklärt, da z. B. die Anmeldung über die Internetplattform „virtuelle Hochschule Bayern“  (vhb) einige Fragen aufwarf. Am 10.4.2014 sollten dann die einzelnen Servicepartner genauer vorgestellt werden, persönlich stellte sich jedoch lediglich Roswitha Kugelmann vom Sozialkaufhaus in Haunstetten vor. Sie machte einen sehr freundlichen und visionären Eindruck.  Über die Social Voting Plattform „Tricider“ konnten die Studenten ihren favorisierten Projekten ihre Stimme geben . So wurden durch den Dozenten dann schließlich die Service Gruppen gebildet. Unsere Gruppe bestand aus den drei Medien- und Kommunikationsstudentinnen Julia Schabel, Regina Wittl und Christina Drexler und dem Geographiestudenten Elias Zucco und sollte sich dem Contact- Dorf widmen, also dem Projekt welches Frau Kugelmann vorgestellt hatte. Im Folgenden nahmen die Gruppenmitglieder miteinander per E-Mail Kontakt auf und es wurde eine Arbeitsgruppe bei Facebook gegründet, wodurch eine gruppeninterne Vernetzung hergestellt wurde. 

 

2.2 Allgemeiner Zeitplan (Gantt-Diagramm)

Im Folgenden soll der zeitliche Ablauf des Projekts näher erläutert werden, was potenziellen Nachahmern zur Planung dienen soll. Die Planungsphase kann in drei Hauptbestandteile unterteilt werden. Diese begann mit der Vorstellung des „Contact-Dorfs“ von Frau Kugelmann in der Universität am 10.4.2014, wobei sich alle Teilnehmer des Seminars Einblick in die einzelnen Projekte verschaffen konnten. Nachdem sich unsere Gruppe für dieses Projekt entschied, hatten wir in den nächsten Wochen durch ein persönliches Gespräch mit der Initiatorin  des Öko-Dorfs zusammen mit unserem Dozenten im Sozialkaufhaus am 9.5.2014 die Möglichkeit das Projekt des contact-Dorfes genauer kennenzulernen. Dieser erste Teil dauerte in etwa sechs Wochen und ist im Gantt-Diagramm als „Kennenlernen des Projekts „Contact-Dorf“ gekennzeichnet. Nachdem wir verstanden hatten, worum es bei diesem Projekt ging, arbeitete die Gruppe unterschiedliche Möglichkeiten aus, die einen Beitrag zum Fundraising leisten sollte, was ca. fünf Wochen beanspruchte. Die Planungsphase endete mit der Festlegung der Serviceart, wobei wir uns auf einen Imagefilm einigten.

Die Projektdurchführung begann Anfang Juni mit zielgerichteten Vorbereitungen auf die Produktion des Imagefilms und dem Treffen mit Frau Kugelmann am 4.6.2014. Zuerst musste der Inhalt des Imagefilms festgelegt werden, wofür sich die Gruppe immer wieder traf und sich in Absprache mit der Leiterin des Sozialkaufhauses nach etwa sechs Wochen auf Inhalte und stilistische Ideen des Films einigen konnte. Am 15.7. kümmerten wir uns um den Schauplatz, wobei es wichtig war genügend Licht und eine gute Akustik zu haben. Wir fanden eine geeignete Stelle im Möbellager des Sozialkaufhauses, benötigten aber neben einem grünen Tuch („Greenscreen“) auch eine geeignete Kamera und Funken zur optimalen Audioaufnahme. Insgesamt brauchten wir hierfür etwa drei Wochen. Abgeschlossen wurde die Durchführung durch das Abdrehen am 27.7.2014, bzw. mit dem Beginn der Post-production, über deren Inhalte wir uns bei einem weiteren Treffen am 31.7.2014 einigten. Die Post-production nahm in etwa drei Wochen in Anspruch und das Projekt wurde schlussendlich mit der Übergabe des Films an Frau Kugelmann am 13.08.14 abgeschlossen. Besonders wichtig war die ständige Kommunikation der Gruppe über Facebook. Begleitend zum Projekt hatten wir im Laufe des Semesters vier Anwesenheits-Termine an der Universität. Beim ersten Treffen am 8.4.2014 wurde  das Konzept Service Learning und der Ablauf des Projekts näher gebracht. Zwei Tage später wurden die einzelnen Projekte vorgestellt. Die letzten zwei Termine am 28.4.2014 und 23.06.2014 dienten dem Austausch der Erfahrungen unter den einzelnen Gruppen und der Darlegung der gesammelten Erfahrungen. Nebenbei mussten im Verlauf des Semesters Hausaufgaben erledigt werden, bei denen die Studenten sich selbst Wissen über das Konzept Service Learning aneigneten, was eine elementare Komponente des Lernmodells Service Learning ist.

 

Ablauf des Projekts

2.3 Erste Kontaktaufnahme

Um einen Service leisten zu können, mussten wir zu allererst mit der Leiterin des Sozialkaufhauses Kontakt aufnehmen. Nachdem wir per E-Mail den Termin vereinbarten, traf sich die Gruppe im Sozialkaufhaus mit dem Dozenten am 9.5.2014. Es wurde sofort ein sehr persönlicher Umgang gepflegt und Frau Kugelmann stellte sich mit Vornamen vor. In einem Bauwagen hinter dem Sozialkaufhaus wurde uns schließlich das Konzept des Contact-Dorfs vorgestellt, nachdem wir uns alle vorgestellt hatten. Zusätzlich stellten sich zwei weitere am Projekt Beteiligte vor, Silvio und Ann-Kathrin.  Nach der Vorstellung des Projekts herrschte noch etwas Unklarheit darüber, wie unser Service aussehen könnte, weshalb Frau Kugelmann noch einige aufgekommene Fragen beantworten musste. Zum Abschluss gab sie uns noch eine Broschüre mit auf den Weg und machte auf die Internetseite aufmerksam. Es wurden Handynummern ausgetauscht und einige Tage später sendete sie uns weitere ausführliche  Informationen über das geplante Öko-Dorf. Die erste Kontaktaufnahme ebnete uns also den Weg, einen erfolgreichen Service zu leisten und war sozusagen unser erster Meilenstein für das Projekt. 


2.4 Konzeptvorstellung

In der Brainstorming-Phase unterbreitete die Arbeitsgruppe Roswitha Kugelmann die Vorschläge für das bevorstehende Fundraising-Konzept und inwieweit man sie dabei medial unterstützen könnte. Zuerst einmal zeigten wir ihr einige allgemeine Verbesserungsvorschläge für den medialen Auftritt des „Contact-Dorfs“. Für die konkrete Umsetzung des Service Learning Projekts wurden Roswitha Kugelmann jedoch folgende Vorschläge präsentiert:

  1. Eintrag auf der „Crowdfunding“ – Plattform:
    Crowdfunding ist die direkteste Form der Finanzierung dieser drei Vorschläge. Die Finanzierung des Projekts kann als eine „Aktion“ bezeichnet werden, da der/die Initiator_in seine (Geschäfts-) Idee auf einer Internetplattform vorstellt und veröffentlicht und somit um potenzielle Investorinnen und Investoren wirbt. Diese bringen sich finanziell meistens in Form von stillen Beteiligungen in das Projekt ein. Eine „Aktion“ ist mit einer Mindestkapitalmenge gekennzeichnet, die durch die Masse (= die Interessenten) fremdfinanziert wird. Mit Unterstützung dieser Idee könnte man das Konzept des Contact-Dorfs (im besten Fall deutschlandweit) großflächig verbreiten und notwendige Geldgeber_innen auf das Projekt aufmerksam machen.
     
  2. Gestaltung eines Plakats:
    Mit Hilfe eines Plakates können alle notwendigen Informationen des Konzeptes vorgestellt werden. Dieses sollte die Arbeitsgruppe des Service Learning Projekts besonders ansprechend gestalten, um somit den Auftritt des Contact-Dorfs zu verbessern.
     
  3. Imagefilm:
    Der Imagefilm soll insbesondere auf der eigenen Seite des Contact-Dorfs innerhalb des sozialen Netzwerks „Facebook“ und auf der Plattform „Youtube“ geteilt werden. Mit Hilfe dieser „Shareware“ soll versucht werden, die Aufmerksamkeit potenzieller Investoren auf die Idee und den medialen Auftritt des Contact-Dorfs zu lenken. Der Imagefilm sollte deshalb besonders ansprechend gestaltet werden und nicht länger als eine bis eineinhalb Minuten dauern, um die Konzentration und die Neugierde der Zielgruppe aufrechtzuerhalten. Der Vorteil eines Imagefilms besteht in der Lebendigkeit, die dieser Kurzfilm vermittelt. In Absprache mit der Initiatorin Roswitha Kugelmann einigte sich die Projektgruppe darauf, einen Imagefilm für das Contact-Dorf zu drehen. Damit kann dem Team des Contact-Dorfs am besten und effektivsten geholfen werden, da der Großteil der Student_innen aufgrund des Studiengangs Medien und Kommunikation (Bachelor of Arts) die dafür nötigen Fähigkeiten mitbringt und die Aufmerksamkeit potenzieller Investorinnen und Investoren oder gar Interessierten auf das Konzept des „Contact-Dorfs“ lenken könnte. 

 

2.5 Weitere Planung der Idee

Bei einem weiteren gruppeninternen Treffen plante die Arbeitsgruppe das weitere Vorgehen zur Erstellung des Imagefilms für das Contact-Dorf. Dabei entschied man sich für einen „One-Shot“ mit leichter Variation am Ende, um die Übergänge des Kurzfilms flüssig zu gestalten. Einige Textpassagen des Storyboards sollen insbesondere mit Hilfe von speziellen Effekten symbolisiert bzw. visualisiert werden. Dazu gehören unter anderem Zeichnungen wie z. B. ein Waldhintergrund im Vordergrund mit Schmetterlingen, um das naturintensive Erleben und die damit verbundene Lebensfreude des Contact-Dorfs zu versinnbildlichen. Zudem sollen verschiedene Töne im Hintergrund des Imagefilms eingesetzt werden, um inhaltliche Komponenten auch akustisch darzustellen. So soll z. B. ein Feuerwerk die Devise „Gemeinsam leben – gemeinsam feiern“ charakterisieren. Um den Imagefilm noch lebendiger und authentischer zu machen, soll die Initiatorin Roswitha Kugelmann gleichzeitig die inhaltlichen Aspekte mit „einstudierten“ Gesten verdeutlichen. Dadurch soll das Motto des Contact-Dorfs „Gemeinsam. Besser. Leben“ beispielsweise mit einer Gestik der Hände anschaulicher gemacht werden.

 

Folgendes detailliertes Storyboard wurde für den Imagefilm erstellt:

 Storyboard_1

Die grauen Zahlen in Bild zwei stehen dabei für die jeweiligen Effekte, die in der Post-production in den Film mit eingebaut werden. Diese beinhalten selbst gezeichnete Elemente, Töne im Hintergrund oder z. B. Gestiken. Die Ideen für den Text des Storyboards entnahm die Projektgruppe unter anderem aus dem Konzeptpapier des Contact-Dorfs, der Homepage und aus den Berichten von Roswitha Kugelmann.

 

2.6 Probedreh

Bevor mit der tatsächlichen Durchführung des Service Learning Projekts gestartet wurde, fand zunächst einmal ein Probedreh statt. Bei diesem Treffen ging es insbesondere darum, den Dreh des Imagefilms zu üben und den richtigen Drehort im Sozialkaufhaus Haunstetten zu finden. Von besonderer Bedeutung waren hierbei insbesondere die Lichtverhältnisse, der Geräuschpegel und die Platzierung des Green Screens für die Filmaufnahmen.

Nachdem sich in der Lagerhalle des Sozialkaufhauses Haunstetten ein geeigneter Ort für die Aufnahmen fand, war es besonders wichtig, einige Probeläufe zu machen, um das Licht und den Lärm im Lager genauer einschätzen zu können. Die Proben fanden zunächst gruppenintern und schließlich mit Roswitha Kugelmann als Hauptdarstellerin statt.

Nach einigen Probeläufen waren alle sehr zufrieden, da sich Roswitha Kugelmann sehr bemühte und die Tipps und Verbesserungsvorschläge schnell umsetzte. Zusammen wurden schließlich noch einige Änderungen am Storyboard des Imagefilms vorgenommen.

 

2.7 Drehtag

Der finale Drehtag des Imagefilms fand anlässlich des Infocafés im Sozialkaufhaus am Sonntag, dem 27.07.14, statt. Der Vorteil war, dass alle Verantwortlichen am vereinbarten Termin Zeit hatten und das Sozialkaufhaus zudem für den normalen Betrieb sonntags geschlossen war. Das erleichterte eine reibungslose und ungestörte Arbeit.

Vorab besorgte sich die Arbeitsgruppe die nötige Ausstattung im Medienlabor, wie z. B. die hochauflösende Kamera, Funken, etc. Die Funken sind für eine ausreichende Tonqualität von besonderer Bedeutung. Voraussetzung für gute Videoaufnahmen waren insbesondere ein gut konstruiertes Setting mit passenden Licht- und Geräuschverhältnissen. Da die Aufnahmen mit Hilfe eines Greenscreens gemacht wurden, war es dringend erforderlich, das Bild sehr gut auszuleuchten, um etwaige Unschärfen in der Post-production zu vermeiden. Nach ca. vier Stunden waren alle Filmaufnahmen abgedreht.

 

2.8 Post-production

Nach dem Ende des Drehs begann die Post-production. Diese dauert in der Regel um ein Vielfaches länger als der eigentliche Dreh. Insgesamt bedurfte die Nachbearbeitung nochmals mehrerer Stunden und umfasste folgende Arbeitsschritte:

  • Szenenauswahl
    Gemeinsam begutachteten wir das gesammelte Material. Insgesamt hatten wir die Aufnahme 15 Mal wiederholt und nun galt es, den besten Shot zu bestimmen. Eine vollkommen perfekte Aufnahme fanden wir nicht (was allerdings auch nicht zu erwarten gewesen wäre), doch die letztlich ausgewählte Einstellung überzeugte durch das natürliche Auftreten Roswitha Kugelmanns. Andere Szenen wirkten teilweise zu gekünstelt, abgelesen und unruhig. 

     

  • Keying/Anwendung des Green-Screen-Effekts
    Grundlage unserer digitalen Nachbearbeitung war der sog. „Green-Screen-Effekt“. Bei diesem filmischen Kniff wird ein Schauspieler vor einer grünen Fläche positioniert, welche nachträglich durch jeden beliebigen anderen Hintergrund ersetzt werden kann. Bereits am Set hatten wir gute Vorarbeit geleistet durch eine vorteilhafte Ausleuchtung und Spannung des Screens, was sich nun auszahlte. Die Konturen von Frau Kugelmann ließen sich sehr exakt vom Hintergrund abheben und leicht durch verschiedene andere Backgrounds ersetzen. Selbstverständlich handelte es sich trotzdem um keine hochprofessionelle Green-Screen-Aufnahme und bei genauerem Hinsehen registriert man einen leichten grünen Schein um Roswitha Kugelmanns Konturen. Dieser konnte jedoch durch die geschickte Auswahl von unruhigen Hintergründen (z. B. Stroh) und viel Dynamik im Bild ausgeglichen werden.
    Keying
     
  • Video editing
    Nun folgte die restliche Bearbeitung des Video-Materials, das heißt Frau Kugelmanns Monolog musste mit entsprechenden Animationen und Hintergründen hinterlegt werden, die dem Video mehr Dynamik gaben und länger das Interesse des Zuschauers fesseln sollten. Gearbeitet wurde hierbei mit dem Programm „Adobe Premiere Elements“. Das vorab erstellte Storyboard war der Leitfaden für das Vorgehen. Es konnte zwar nicht alles 1:1 verwirklicht werden, wie man es sich bei der Erstellung des Storyboards vorgestellt hatte, doch insgesamt ist die Idee des Videos korrekt umgesetzt worden.
    Timeline
     
  • Musik & Sounds
    Um dem Video noch mehr Plastizität und Witz zu geben, wurden an verschiedenen Stellen zusätzliche Sounds oder Musik eingespielt. Beim Erscheinen abstrakter Wörter oder ClipArts im Bild wurde beispielsweise ein „Ploppen“ eingesetzt; bei Frau Kugelmanns "Vision" ein Engelsgeräusch. Hierbei wurde auf lizenzfreie Musik zurückgegriffen. 
     
  • Branding
    Da das Video als Image-Film für das Contact-Dorf zu verstehen ist, sollte natürlich auch permanent darauf verwiesen werden. Aus diesem Grund wird jeweils am Anfang und Ende des Videos das Logo des Dorfs groß eingeblendet. Während des Videos ist das Emblem ebenfalls oben links im Bild gezeigt, ähnlich einer Kanalanzeige im Fernsehen.
    Branding
     
  • Image-Film

    Das schlussendliche Produkt unserer Mühen ist hier zu sehen. Die Gesamtlänge beträgt knapp 2 Minuten, um die Aufmerksamkeit des Zuschauers nicht zu verlieren.

 

 


3. Tipps für Nachahmer

Der wohl wichtigste Tipp für Nachahmer_innen ist ein besonders gutes Zeitmanagement. Am besten sollten Pläne für jeden Monat im Semester gemacht werden, worin festgelegt wird, welche Schritte anstehen und erledigt werden müssen. Hierbei war es für die Projektgruppe insbesondere hilfreich, dass der Dozent Julian Kimmig bei dem ersten Treffen mit dem Team des Contact-Dorfs mit dabei war und für einen zeitlichen Rahmen sorgte. Herr Kimmig legte dabei gemeinsam mit uns und unserem Projektpartner verschiedene Phasen fest: die Brainstorming-, die Durchführungs- und die Reflexionsphase. Ein gutes Zeitmanagement erleichtert insbesondere den weiteren Verlauf der Arbeit im Semester. 

Zudem ist es wichtig, die Ausstattung im Medienlabor (Filmkamera, Stativ, Funken, etc.) für den Dreh des Imagefilms rechtzeitig zu beantragen. Manchmal muss man diese nämlich zwei Wochen vorher “bestellen” und nur durch Glück bekommt man noch eine Kamera, falls man zu spät ist. Dabei ist insbesondere auf die Funken zu achten, denn diese sind für eine gute Tonqualität dringend erforderlich.

Außerdem müssen weitere Aspekte wie z. B. rechtliche Rahmenbedingungen bei der Post-production beachtet werden. Fotos, die aus dem Internet weiterverwendet werden wollen, müssen unbedingt lizenzfrei sein. Bilder dieser Art findet man beispielsweise auf www.pixabay.com oder bei ClipArts. Kostenpflichtige Fotos finden sich des Weiteren z. B. auch auf www.shutterstock.com. Das gleiche gilt außerdem bei allen anderen Animationen, wie z. B. Tönen.

Alles in Allem würde die Projektgruppe folglich empfehlen, auf einen realistischen Zeitplan zu Beginn des Projekts zu achten. Es ist schwer vorhersehbar mit welchen (Zeit-)Problemen (z. B. Schwierigkeiten mit der Ausstattung/Technik, etc.) man während der Realisierung der Projektidee konfrontiert wird, weshalb das Einberechnen von einem Zeitpuffer gegen Ende des Projekts eine Sicherheit darstellen würde, um seine Ziele erfolgreich durchführen zu können.

 


 

4. Literaturverzeichnis

  • Arbeitspapier. contact-Dorf – Das Konzept. (Zur Verfügung gestellt von Silvio Heidbüchel; als PDF-Datei im Anhang zu finden)

 

 

 


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