Heimzeitschrift (Diakonie Karl-Sommer-Stift SoSe14)

 

1 Das Projekt Heimzeitschrift

1.1 Die Projektidee


Die "Heimzeitschrift" ist ein Projekt im Rahmen des Seminars Service Learning an der Universität Augsburg. Es wurde im Wintersemester 2012/2013 erstmalig mit Augsburger Studenten durchgeführt und existiert mittlerweile seit vier Semestern. Jede Ausgabe der Heimzeitschrift wird an die Bewohner, die Angestellten und an weitere Interessierte verteilt. 

Ziel des Service Learning Seminars ist es, dass Studierende durch gemeinnützige Arbeit Kompetenzen erlernen, die sie so im alltäglichen Unileben nicht erwerben können. Diese praktisch orientierten Projekte dienen zudem einem gesellschaftlichen Zweck, wie zum Beispiel unser Projekt zur Erstellung einer Heimzeitschrift in einem Seniorenheim. Gefüllt mit unterhaltsamen und informativen Inhalten, Erinnerungen und Erfahrungen aus dem Leben der Bewohner im Karl-Sommer-Stift, Rätseln und mehr soll die Heimzeitschrift mit dem Namen SommerZeiten den Bewohnern eine Freude machen und den Generationenaustausch zwischen Alt und Jung ermöglichen.

Die Inhalte, Arbeitschritte und Probleme jeder Gruppe werden zusätzlich in den Seminarsitzungen reflektiert. Durch kollaboratives Arbeiten in der Gruppe und mit Hilfe von Frau Kiebler, den Bewohnern und den Mitarbeitern im Karl-Sommer-Stift ist auch dieses Jahr wieder eine neue Ausgabe der SommerZeiten entstanden.


1.2 Der Projektpartner

 

Das Karl-Sommer-Stift ist eine Seniorenresidenz im Herzen von Friedberg. Das Projekt wird zusammen mit den Bewohnern des betreuten Wohnens durchgeführt. Die Studenten schlüpfen ein Semester lang in die Schuhe von Journalisten und schreiben die Heimzeitschrift SommerZeiten. Die Bewohner des Betreuten Wohnens stellen sich freiwillig für Interviews bereit. 

Die Anlage des Karl-Sommer-Stifts bietet Platz für 126 Seniorinnen und  Senioren. Das Karl-Sommer-Stift liegt sehr zentral und dennoch ruhig, mit  Blick  ins Grüne. Die  Bewohner leben in  ihren eigenen Appartments oder im  Pflegebereich, wenn sie  auf pflegerische Unterstützung angewiesen sind. Die  Einrichtung bietet alles unter einem Dach. Pflege- und Betreuungskräfte,  Haustechnik und Verwaltung – im Karl-Sommer-Stift sind zahlreiche  Mitarbeiter  tätig, um die Bewohner im Alter zu unterstützen.

Ansprechpartner für die Studenten ist die Leiterin des Karl-Sommer-Stifts  Christa Kiebler. 

Träger der Einrichtung ist die Diakonie Augsburg. Das Karl-Sommer-Stift ist eine der insgesamt 35 Einrichtungen der Diakonie Augsburg. Neben der Seniorenbetreuung bietet die Diakonie auch Unterstützung und Beratung für Kinder, Jugendliche, Familien und andere Menschen, die Hilfe benötigen, an.

 
 
 

2 Ziele des Projekts

 
Für die Ziele des Projektes wurde eine Mindmap angefertigt.
 

2.1 Learning-Ziele

 

Umgang mit Autorität: Die Vorgaben und Rahmenbedingungen werden von der Heimleitung des Karl-Sommer-Stifts zu Beginn der Zusammenarbeit festgelegt. Die Studenten müssen sich an diese Vorgaben halten und die Heimleitung über die Aufenthalte im Senriorenheim benachrichtigen, sowie den Arbeitsfortschritt regelmäßig präsentieren.

Umgang mit älteren Menschen: Die Studenten entwickeln ein Feingefühl für den Umgang mit älteren Menschen. Sie betreten zum Teil ihre Wohnungen und nehmen an ihrem Alltag teil. Geduld und Freundlichkeit sind in dieser Hinsicht besonders wichtig.

Teamfähigkeit: Die Studenten müssen bereit sein, in einer Gruppe zu kollaborieren und die Aufgaben gerecht untereinander zu verteilen. Dabei spielt die Kommunikation eine übergeordnete Rolle. Die Gruppenmitglieder müssen sich aufeinander verlassen können, sodass die vorgegebenen Fristen eingehalten werden. 

Problemlösefähigkeit: Die Studenten entwickeln die Kompetenz, Probleme und Konflikte die während der Zusammenarbeit auftauchen, gemeinsam zu lösen. Das beinhaltet Probleme, die sich auf die Bearbeitung der Heimzeitschrift beziehen, sowie zwischenmenschliche Probleme innerhalb die Gruppe oder mit Personen aus dem Karl-Sommer-Stift.

Kritikfähigkeit: Alle Inhalte der Heimzeitschrift werden vor dem Druck von Frau Kiebler gelesen und kommentiert und zum Teil verbessert. Die Studenten müssen fähig sein, diese Kritik zu akzeptieren und anschließend in ihrer Arbeit umzusetzen.

Sensibilität für Personen in anderen Lebenslagen: Die Bewohner im Karl-Sommer-Stift sind zum Teil sehr alt und körperlich und mental nicht mehr in Höchstform, wie sie es früher einmal waren. So lassen beispieslweise Augen oder Ohren im Alter schonmal nach. Auch ändern sich die Bedürfnisse im Alter. Die Studenten sollen hier ihre Empathiefähigkeit für Menschen im Alter verbessern. Ein sensibler Umgang mit allen Bewohnern ist äußerst wichtig und wird von den Studenten erwartet.

Zeitmanagement: Das Projekt ist zeitlich auf ein Semester begrenzt. Das Erstellen und Bearbeiten der Heimzeitschrift beinhaltet viele einzelne Schritte und erfordert von den Studenten Organisation und ein gutes Zeitmanagement. Es wird empfohlen sich zu Beginn der Zusammenarbeit gemeinsam mit Frau Kiebler einen Zeitplan zu erstellen, an den beide Seiten sich halten sollten.

Projektmanagement: Das übergeordnete Ziel der Studenten ist es, das Projekt erfolgreich abzuschließen und am Schluss eine fertige Heimzeitschrift an die Bewohner zu liefern. Die einzelnen Arbeitsschritte müssen gut geplant sein und Zeit- und Kostenfaktoren müssen durchgehend berücksichtigt werden. Leistungsbezogene Ziele müssen ausformuliert und für jedes Gruppenmitglied zugänglich gemacht werden, um die vorhandene Arbeit untereinander aufzuteilen.

Wissen über das Alter: Das Alter bringt viele Schwierigkeiten mit sich. Körperliche und mentale Schwäche, Krankheiten, Einsamkeit oder das Bedürnis mit jemanden zu reden sind alles Aspekte mit denen die Studenten vertraut werden, wenn sie mit Senioren in Kontakt treten.

Journalistische Kenntnisse: Die Studenten werden im Laufe des Projekts ihre journalitischen und gestalterischen Fähigkeiten erweitern. Methoden der Interviewführung, Recherche, Texte verfassen, Fotografie, rechtliche Rahmenbedingungen und grafische Gestaltung sind alles wichtige Arbeitsschritte mit denen die Studenten in Kontakt kommen.

 

2.2 Service-Ziele

 

Generationenaustausch: Durch die Aufenthalte im Seniorenheim soll ein Generationenaustausch zwischen jungen Studenten und Menschen einer älteren Generation geschaffen werden. Die Studenten sind nicht nur anwesend, um Informationen für ihre Artikel zu sammeln, sondern sollten die Chance nutzen sich mit den Senioren zu unterhalten und ein Gefühl für ihr Leben zu bekommen. Gleichzeitig können die Bewohner des Karl-Sommer-Stifts von den Studenten lernen. Beispielsweise über deren Ansichten und Blick aufs Leben.

Erstellung einer Heimzeitschrift: Das Ziel der Stundenten ist es, in der vorgegebenen Zeit eine Heimzeitschrift für die Bewohner des Karl-Sommer-Stifts zu erstellen. Die Zeitung ist bei den Bewohnern sehr beliebt. Die Inhalte stammen von den Geschichten der Bewohner, sowie den Erfahrungen die die Studenten im Karl-Sommer-Stift machen. Auch Informationen für die Bewohner und unterhaltsame Inhalte werden in die Zeitschrift integriert. Die Heimzeitschrift ist eine Freude für die Bewohner und schafft der Öffentlichkeit einen Einblick in die Arbeit der Diakonie.

Sprachrohr der Bewohner: Die Heimzeitschrift sollte nicht nur informativ und unterhaltsam sein, sie sollte auch als Sprachrohr für die Bewohner fungieren. Ihre Gefühle, Gedanken und ihre Ansichten werden über die Heimzeitschrift vermittelt. Die Studenten sind hier das Sprachrohr der Bewohner.

 
 

3 Der Projektzeitplan


Der Projektablauf gliedert sich in die vier großen Blöcke Konzeption, redaktionelle Arbeit, Fertigstellung und Projektabschluss.

Tipp: Oft nehmen Aktivitäten mehr Zeit ein als geplant. Pufferzonen können helfen Zeitdruck zu vermeiden.


Der Zeitplan konnte zum Großteil eingehalten werden. Nach einem Monat Verzögerung zu Beginn des Projekts aufgrund der Themenabstimmung, musste die redaktionelle Arbeit wie die Recherche und die Verfassung von Artikeln schneller abgeschlossen werden. Die Fertigstellung der Heimzeitschrift und die Kontrolle durch Frau Kiebler lief wiederum nach Plan und die Heimzeitschrift konnte zum vereinbarten Termin gedruckt werden.

Tipp: Um Missverständnisse und Zeitprobleme im Vorfeld zu vermeiden, sollte Frau Kiebler auch eine Kopie des Zeitplans bekommen.


4 Ablauf des Projektes

4.1 Themenfindung

Über das Thema der Heimzeitschrift stimmen die Bewohner in ihrer monatlichen Heimsitzung ab. Sowohl die Studenten wie auch die Bewohner bringen Vorschläge ein. Bereits gewählte Themen sind "Leben im Karl-Sommer-Stift" (Ausgabe 4, 2014), "Das Leben im Alter" (Ausgabe 3, 2014), "Berufe" (Ausgabe 2, 2013) und "Musik" (Ausgabe 1, 2013). 

In der Ideensammlung befanden sich dieses Semester noch: "Fit im Alter", "Internet und Technik im Alter", "Freizeit und Hobbys", "Einsamkeit im Alter", "Generation Wirtschaftswunder" und "Kindheitserinnerungen".

Tipp: Da die Heimbesprechung jeweils am zweiten Dienstag im Monat stattfindet, empfiehlt es sich eine Woche vorher den ersten Kontakt mit Frau Kiebler aufzunehmen.

 

4.2 Aufbau der Zeitschrift

Für die SommerZeiten wurde ein spezifischer Aufbau festgelegt. Grün hinterlegte Artikel sind optional und können je nach Thema übernommen werden.

Zeit für Grüße. Das Vorwort wird für jede Veröffentlichung übernommen und inhaltlich an das Thema angepasst. 

Zeit vergeht. Hier erfolgt ein zweiseitiges Portrait eines Bewohners. Im Interview erzählt der Bewohner, passend zum Titelthema, etwas über sein Leben. In der Regel wählt Frau Kiebler den Bewohner aus.

Zeit im Stift. Hier werden zwei bis drei Veranstaltungen im Karl-Sommer-Stift vorgestellt. Es ist möglich über regelmäßige Veranstaltungen oder über einmalige Ereignisse zu berichten. Für die aktuelle Ausgabe wurden der regelmäßige Kurs "Internet für Senioren", der Musikvortrag "Live Music Now" und das alljährige Sommerfest ausgewählt.

Zeit für's Stift. Auf zwei Seiten werden Steckbriefe von Mitarbeitern erstellt. Um die Auswahl der Mitarbeiter und das Einsammeln der Steckbriefe und Fotos kümmert sich Frau Kiebler.

Zeit für Besinnliches. Da die Diakonie ein evangelischer Träger ist, sollen auch geistige Inhalte Platz in der Zeitschrift finden. Möglich sind beispielsweise ein Geleitwort der Pfarrerin, passende Bibeltexte oder auch ein geistliches Gedicht.

Zeit für Gesundheit. Gesundheit und Krankheit spielen eine wichtige Rolle im Alter. Möglich sind beispielsweise Interviews mit einem Arzt oder Apotheker über aktuelle Gesundheitsthemen.

Zeit für mich. Diese Seiten werden mit Kurzinterviews von sechs weiteren Bewohnern gefüllt. Auch sie geben in wenigen Sätzen Meinungen, Erfahrungen oder Einstellungen zum Thema wieder. Auch hier kümmert sich Frau Kiebler um die Wahl der Interviewpartner.

Zeitvertreib. Zeit vertreiben soll die Rätselseite in der Heimzeitschrift. Gefüllt werden kann sie beispielsweise mit Witzen, Bauernweisheiten oder Redewendungen. Bewährt haben sich auch Kreuzworträtsel oder Sudoku. In der aktuellen Ausgabe wurden ein Buchstabenrätsel und ein Fotorätsel erstellt.

Zeit im Blick. Gibt Informationen zu kommenden Veranstaltungen und einen Überblick über den wöchentlichen Veranstaltungskalender. Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen finden sich auf der  Homepage des Karl-Sommer-Stifts unter dem Reiter "Downloads". Es empfiehlt sich jedoch Absprache mit Frau Kiebler zu halten, denn viele anstehende Veranstaltungen sind dort auf der Homepage nicht zu finden.

Zeit für Neues. Die Kategorie "Zeit für Neues" versorgt die Bewohner mit Neuigkeiten rund ums Titelthema. Denkbar sind beispielsweise Weiterbildungskurse für Senioren, Rezepte oder Buchtipps. 

Zeit für die Jugend. Auf diesen Seiten soll der Jugend das Wort gegeben werden. Falls passend, können beispielsweise Studenten zum Titelthema befragt werden.

Neues im Stift. Diese Kategorie befasst sich mit Neuigkeiten innerhalb des Karl-Sommer-Stifts. Denkbar wären hier Informationen im Falle des Wechsels von Mitarbeitern oder wie in der aktuellen Ausgabe ein Bericht über anstehende Umbauarbeiten. Auch Neuigkeiten über die Kooperation mit der Uni Augsburg sind interessant für die Bewohner.

Zeit zum Vorstellen. Diese Kategorie wurde neu hinzugefügt. Mit einem Foto und einem kleinen Steckbrief stellen sich die Autoren der SommerZeiten vor.

Zeit für Informationen. Auf dieser Seite finden die Bewohner eine Liste mit wichtigen Telefonnummern im Haus. Sollten sich keine Änderungen ergeben haben, kann die Liste aus der aktuellen Ausgabe übernommern werden. Wichtig ist auch das Impressum. Es sichert die Zeitschrift rechtlich ab.

 

4.3 Werkzeuge

In der Konzeptionsphase, der redaktionellen Phase und in der Phase der Fertigstellung wurden mehrere Tools und unterschiedliche Software verwendet.

Doodle

Doodle ist ein Tool, das die Terminvereinbarung erleichtert. Es gibt eine Übersicht über die freie Zeit der Teilnehmer. Somit kann eine Person im Namen der Gruppe Termine mit Frau Kiebler und den Bewohnern vereinbaren, es müssen folglich nicht alle Teammitglieder anwesend sein.

GoogleDocs

GoogleDocs ermöglicht es den Nutzern zeitgleich an Dokumenten zu arbeiten. Mithilfe von GoogleDocs wurden in der Projektgruppe Tagebucheinträge geschrieben und ToDo-Listen erstellt.

Dropbox

Dropbox ist ein hilfreiches Tool, um online Daten zu speichern und auszutauschen. In der Projektgruppe wurde es genutzt, um die fertigen Artikel und Fotos zu sammeln. Hochgeladen wurde jeweils nur die aktuellste Version.

IrfanView

Das Bildbearbeitungsprogramm IrfanView wurde zur optischen Aufbesserung der Fotos verwendet. IrfanView ist ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm, welches mittlere Kenntnisse in der Bildbearbeitung erfordert. Für Anfänger ist beispielweise Picasa, für Fortgeschrittene die Freeware Gimp zu empfehlen.

Adobe InDesign

Das Layout wurde mithilfe von Adobe InDesign gestaltet. Für Adobe InDesign ist eine Schulung empfehlenswert. Diese kann mit den Projektkoordinatoren vereinbart werden. Für Detailfragen eignen sich Youtube-Tutorials.

 

4.4 Interviewführung - Requisiten


Da die Interviews oft sehr umfangreich ausfallen und Mitschreiben den Gesprächsverlauf stört, bietet es sich an ein Aufnahmegerät zu nutzen. Beim Fotografieren sollte eine Kamera verwendet werden, deren Bilder ausreichende Bildauflösung für den Druck haben.

Kamera (Canon Spiegelreflex) und Aufnahmegerät (Zoom H1) können beispielsweise im Medienlabor der Universität Augsburg ausgeliehen werden. Die Ausleihe erfolgt online über eine Reservierungsanfrage.

 

4.5 Korrektur

Nachdem die Fotos bearbeitet und die Inhalte verfasst sind, werden sie Frau Kiebler zur Korrektur weitergeleitet. Frau Kiebler verteilt die Artikel unter den Bewohnern und liest sie selbst Probe. 

Tipp: Es hat sich bewährt, die Artikel als Word-Dokument per E-Mail zu schicken. So kann Frau Kiebler ihre Korrekturen und die Korrekturen der Bewohner direkt ins Dokument schreiben und zurücksenden.


4.6 Layout

Das Layout der SommerZeiten wurde mit Adobe InDesign erstellt. Die Software ist auf den Rechnern im Cip-Pool der Universität oder kann kostenlos als Testversion für 30 Tage erworben werden.

Farblich wurde die Zeitschrift auf das Logo der Diakonie abgestimmt. Die Zeitschrift ist somit in den Farben Blau und Lila gehalten.

Es empfiehlt sich mindestens eine Schriftgröße von 14+ zu wählen. Viele Senioren haben bereits eine Sehschwäche und tun sich mit kleiner Schrift schwer. 

Tipp: Genug Zeit für das Layouten einplanen. Auch mit gestalterischen Vorerfahrungen ist dieser Arbeitsschritt sehr zeitaufwändig.

 

4.7 Druck

Um Kosten zu sparen wurde die Heimzeitschrift in Frau Kieblers Büro mit dem hauseigenen Drucker des Karl-Sommer-Stifts gedruckt. Es ist auch möglich den Druck der Zeitschrift einer Druckfirma in Auftrag zu geben. Welche Variante am sinnvollsten ist, sollte mit Frau Kiebler besprochen werden. 

Tipp: Es hat sich bewährt die Heimzeitschrift in Adobe InDesign als PDF mit Einzelseiten abzuspeichern und erst am Drucker die Funktion "Broschürendruck" auszuwählen.

Tipp: Falls die Heimzeitschrift im Karl-Sommer-Stift gedruckt werden soll, muss die Zeitung mindestens zwei Tage vor dem Drucktermin fertig sein. Frau Kiebler druckt die ersten Exemplare nach Feierabend vor, da der Druck extrem viel Zeit einnimmt und der Drucker, aufgrund von Geräuschpegel und der Druckerschwärze, nur abends laufen kann. So müssen die Studenten die Exemplare beim Treffen in der Regel nur noch Falten und Tackern.

 

4.8 Evaluation

Nachdem die Heimzeitschrift gedruckt wurde, findet in der Regel ein Abschlusstreffen mit Frau Kiebler zur Evaluation statt. Bei diesem Treffen sollten alle Gruppenmitglieder anwesend sein und falls es notwendig auch ein Dozent. Außerdem sollten nicht nur die gelungenen Aspekte der Zusammenarbeit besprochen werden, sondern auch Probleme, die während der Zusammenarbeit enstanden sind. Diese Punkte können von zukünftigen Heimzeitschrift-Gruppen berücksichtigt werden, um Fehler in ihrer Arbeit zu vermeiden.

 

5 Das Projektergebnis



Ausgabe_2_2014

 
 

6 Rechtliches

6.1 Das Urheberrechtsgesetz


Das Urheberrechtsgesetz (UrhG) schützt Musik-, Lichtbild- und Filmwerke. Geschützt wird auch die Idee, Persönliches und Geistliches. Die Veröffentlichung von fremden Inhalten ist eine Verletzung des Urheberrechts.

Fotos und andere journalistische Inhalte

Um keine Urheberrechte zu verletzen, empfielt es sich keine fremden Fotos aus dem Internet zu veröffentlichen, sondern die Fotos selber zu machen. Somit hat man auch die Urheberrechte am Bild.

Nicht nur bei Bildern, auch bei der Übernahme von Schriftstücken ist Vorsicht geboten. Das UrhG erlischt in der Regel 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers (§64 UrhG). Gedichte bzw. andere Schriftstücke von Goethe, Schiller oder anderen seit 70 Jahren Verstorbenen Autoren, dürfen demnach bedenkenlos verwendet werden.

Tipp: Um Probleme mit den Urheberrechten zu vermeiden, sollte man Fotos selbst machen.

Tipp: Das Bestehen von Urheberrechten sollte im Einzelfall überprüft werden

 

6.2 Persönlichkeitsrechte - Recht am eigenen Bild


Das Recht am eigenen Bild besagt, dass Fotos nicht ohne das Einverständnis der abgebildeten Personen verbreitet werden dürfen. Fotos von Bewohnern aus dem betreuten Wohnen dürfen folglich nicht ohne ihre Einverständniserklärung veröffentlicht werden. Dies wäre eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte.

Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, müssen die Bewohner für jedes Foto auf dem sie abgebildet sind, eine schriftliche Einverständniserklärung unterzeichnen. Die Einholung der Einverständniserklärungen übernimmt Frau Kiebler.

Das Karl-Sommer-Stift beherbergt sowohl Bewohner aus dem betreuten Wohnen, wie auch Bewohner aus der Pflege. Bewohner aus der Pflege sollten wenn möglich nicht fotografiert werden. Viele von den Bewohnern der Pflege sind nicht mehr mündig und können deshalb nicht selbst entscheiden, ob die Fotos von ihnen veröffentlich werden dürfen.

Von Persönlichkeitsrechten ausgenommen sind Personen des öffentlichen Lebens, wie beispielsweise Politiker, Musiker, Künstler oder Prominente. Sie müssen vor der Veröffentlichung der Fotos nicht um Erlaubnis gebeten werden.

 

7 persönliche Erfahrungen

 

Ich kann nur Gutes über das Projekt sagen. Es war eine neue Erfahrung mit Senioren zu arbeiten und Zeit mit ihnen zu verbringen. Ich habe sehr viel gelernt und die Zeit sehr genossen. Dennoch war es nicht immer einfach ein Projekt allein zu entwickeln und durchzuführen. Wir mussten als Team zusammenarbeiten und uns gut organisieren.

Die Erfahrungen mit den Senioren waren sehr positiv, alle waren sehr nett und haben uns geholfen. Durch die Veranstaltungen, die wir besucht haben, haben wir gelernt, was man in Seniorenanlagen machen kann. Es gibt viele Aktivitäten, die man besuchen kann. Man muss sich im Alter nicht langweilen.

Wir müssen auch 'SommerZeiten' danken, weil wir durch das Projekt sehr viel über Seniorenanlagen gelernt haben. Das Thema 'Leben im Karl-Sommer-Stift' hat uns einen Einblick in das Leben der Senioren gegeben. Die Bewohner haben uns sehr unterstützt, um die Zeitung zu schreiben und zu vollenden. Sie wollten die Zeitung haben und das konnte man merken.

Lorena Castillo

 

Ich hatte früher ziemlich große Schwierigkeiten meine Großeltern im Seniorenheim zu besuchen. Ich fühlte mich dort unwohl und war recht selten zu Besuch, was schon sehr schade war. Seit diesem Projekt im Karl-Sommer-Stift und der engen Zusammenarbeit mit den Senioren, hat sich meine Sicht deutlich verändert. Ich habe die Zeit im Karl-Sommer-Stift genossen und gerne Zeit mit den Bewohnern verbracht. Ein Highlight für mich war das Sommerfest. Es war sehr schön, an einem sonnigen Tag alle Bewohner gut gelaunt und mit einem gekühlten Bier auf der Terasse zu sehen.

Die enge Zusammenarbeit in unserer Gruppe war ausschlaggebend für die erfolgreiche Erstellung der Heimzeitschrift. In einem kurzen Zeitfenster haben wir ein Produkt erzeugt, auf das wir sehr stolz sein können. Meine journalistischen Fähigkeiten haben sich durchaus verbessert und ich kann jetzt mit dem Programm Adobe InDesign umgehen und es für meine nächsten Projekte einsetzen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinen Gruppenmitgliedern, bei der Heimleitung und den Bewohnern des Karl-Sommer-Stifts bedanken, die uns geholfen haben die Heimzetischrift mit Inhalten zu füllen.

 Valentin Gruber

 

Wer Freude am Schreiben hat und gerne unter Menschen ist, ist hier gut aufgehoben. Da das Muk-Studium doch sehr theoretisch ist war es schön, zur Abwechslung wieder etwas Praktisches zu machen. Natürlich konnte ich auch jede Menge lernen. Die Erstellung einer Zeitschrift erfordert Organisationsfähigkeit, Planungsverhalten, Verantwortung und Teamgeist. Als Journalist muss man Augen und Ohren offen halten und ein Gespür für Menschen haben. Aber es ist nicht nur methodisches und fachliches Wissen, welches man erlernt. Man lernt auch viel über die Menschen und das Leben.

Meine Einstellung gegenüber Seniorenanlagen hat sich verändert. Es beruhigt mich zu sehen, wie schön es sein kann alt zu sein. Ich bin überrascht über die Freundlichkeit und Herzlichkeit, die die Bewohner uns entgegengebracht haben. Dankbar bin ich auch für das Vertrauen, das uns von den Bewohnern geschenkt wurde. Es ist schließlich nichts Gewöhnliches jemand Fremdem seine Lebensgeschiche anzuvertrauen. Wir haben viel Arbeit und Liebe in die 'SommerZeiten' investiert und ich hoffe die Bewohner freuen sich über unseren Dank, die neue Ausgabe der 'SommerZeiten'.

 Anna Schubert

 

Projektgruppe im Sommersemester 2014. Von links nach rechts: Lorena Castillo, Valentin Gruber, Anna Schubert

 

7 Quellen

Heyse, V., & Erpenbeck, J. (2004). Kompetenztraining: 64 Informations- und Trainingsprogramme. Stuttgart: Schäffer-Poeschel.

Petrasch, T., & Zinke J. (2012). Videofilm Konzeption und Produktion (2., aktualisierte und ergänzte Auflage). München: Hanser.