Projekt Heimzeitschrift (Diakonie Karl-Sommer-Stift)

 
 
 
 

1. Das Projekt "Hauszeitschrift SommerZeiten"

 

1.1 Das Projekt

 

Das Projekt Hauszeitschrift SommerZeiten wird im Rahmen des Seminars Service Learning der Universität Augsburg durchgeführt. Ziel dieses Seminars ist es, Studenten und außeruniversitäre soziale Einrichtungen und Organisationen zusammenzubringen. Speziell in diesem Projekt mit dem Karl-Sommer-Stift wird so der Generationenaustausch gefördert und Barrieren zwischen Jung und Alt können abgebaut werden. Zusätzlich gibt es den teilnehmenden Studenten die Möglichkeit, ihre sozialen Kompetenzen und ihren medienpädagogischen Horizont zu erweitern sowie ihre Kommunikationsfähigkeit zu verbessern.

Beim Projekt “SommerZeiten” erstellen Studenten eine Heimzeitschrift für das Seniorenheim Karl-Sommer-Stift. Das Projekt fand erstmals im Wintersemester 2012/2013 statt und kam sowohl bei den Bewohnern als auch bei den Angehörigen und der Heimleitung sehr gut an. Die Grundidee, einerseits die interne und externe Kommunikation des Seniorenheims zu verbessern und gleichzeitig eine Möglichkeit des Austauschs zwischen Senioren und Studenten zu schaffen, konnte gut umgesetzt werden und ist überall auf Zustimmung gestoßen. Die Zeitschrift soll daher im Idealfall halbjährlich erscheinen und dieses Wiki soll den zukünftigen Teilnehmern des Projekts die Arbeit erleichtern.

 

1.2 Der Projektpartner

 

Das Karl-Sommer-Stift ist eine Seniorenwohnanlage, die 120 Menschen eine Wohnmöglichkeit bietet. Es befindet sich in Friedberg und wurde dort 1981 auf dem gestifteten Grundstück von Kaminkehrermeister Karl Sommer erbaut. Die Einrichtung bietet zum einen die Möglichkeit der Wohnpflege und zum anderen die des betreuten Wohnens, wobei es in der Wohnpflege 51 Plätze gibt.

Christa Kiebler, die Leiterin
des Karl-Sommer-Stifts

Im betreuten Wohnen können Menschen, die nicht pflegebedürftig sind, selbstständig wohnen, bekommen jedoch in Bereichen wie dem Haushalt Hilfe. In der Pflege befinden sich Menschen, die nicht mehr selbstständig wohnen können und daher auf eine vollständige Versorgung und Betreuung angewiesen sind.

Geleitet wird das Karl-Sommer-Stift von Christa Kiebler. Aber nicht nur die Leiterin, die Sekretärin, der Hausmeister und Pflegekräfte zeigen hier in der Seniorenwohnanlage und -pflege ihren Einsatz, sondern auch ehrenamtliche Mitarbeiter und Küchenhilfen.

Im Karl-Sommer-Stift gibt es neben den Wohnungen auch Gemeinschaftsräume, die alle Bewohner benutzen dürfen. Beispielsweise befinden sich in der Anlage eine Cafeteria, ein Gymnastikraum, ein Speisesaal und eine Bibliothek. In diesen Gemeinschaftsräumen bietet das Karl-Sommer-Stift unterschiedliche Veranstaltungen an. So gibt es jeden Monat eine Hausbesprechung mit der Leiterin Christa Kiebler, in der mit den Bewohnern über alles Wichtige im Karl-Sommer-Stift diskutiert wird.

Außerdem gibt es den Lesekreis, einen Kurs zur Sturzprävention, Seniorengymnastik, eine Weinrunde und verschiedene Ausflüge. Die Veranstaltungen bieten den Bewohnern die Möglichkeit, andere Bewohner kennenzulernen und mit ihnen in Gemeinschaft zu treten. 

Eine Besonderheit des Karl-Sommer-Stifts ist die hauseigene Kirche. Diese ist direkt im Haus integriert und kann somit von allen Bewohnern des Hauses leicht erreicht werden. Auch hier engagieren sich ehrenamtliche Helfer um manche Bewohner in die Kirche und zurück nach Hause zu bringen. Während des Gottesdienstes übernehmen sie ebenfalls Aufgaben, wie beispielsweise das Spielen der Orgel.


Logo der Diakonie AugsburgDer Träger des Karl-Sommer-Stifts ist die Diakonie Augsburg. Diese trägt insgesamt 50 Einrichtungen zur Altenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, Sozialarbeit sowie Sozialpsychiatrie. Die Diakonie Augsburg existiert in ihrer Form seit 1885. Sie orientiert sich an den Grundsätzen der evangelischen Kirche und damit am christlichen Glauben. Sie möchte jeden Menschen auf gleiche Art und Weise bedingungslos wertschätzen und den Menschen Hoffnung und Hilfe geben. In der Altenhilfe bedeutet das, die Senioren in den Bereichen zu unterstützen, in denen sie Hilfe brauchen, ihnen jedoch gleichzeitig zu ermöglichen, in anderen Bereichen weiterhin selbstständig handeln zu können.

Seit Anfang des Jahres 2014 beherbergt das Gebäude des Karl-Sommer-Stifts eine Wohngemeinschaft mit der Möglichkeit zum betreuten Wohnen mit Intensivpflege. Diese Räumlichkeiten werden extern von der Bundesweiten Intensivpflege-Gesellschaft (bipG) betreut.


Weitere Informationen:

Diakonie Augsburg 

Karl-Sommer-Stift 

Bundesweite Intensivpflege-Gesellschaft

 
 

1.3 Anfahrt zum Karl-Sommer-Stift

 

Von der Universität Augsburg aus kommt man in einer guten halben bis dreiviertel Stunde mit dem Zug zum Karl-Sommer-Stift:

Von der Haunstetterstraße fährt regelmäßig ein Zug (BRB) nach Friedberg Bahnhof. Von dort kann man mit dem Bus 200 Richtung Friedberg Ost fahren bis zur Haltestelle Stadthalle, die sich direkt neben dem Karl-Sommer-Stift befindet. Alternativ kann man von Bahnhof Friedberg auch zum Karl-Sommer-Stift laufen, was ca. 10 Minuten dauert (siehe Karte).


 

2. Ablauf des Projekts

 

2.1 Projektbeginn im Wintersemester 2012/2013

 

Eine Hauszeitschrift für das Karl-Sommer-Stift war schon länger als Maßnahme zur Stärkung der internen und externen Kommunikation geplant. Die Referentin für Kommunikation und Marketing der Diakonie, Waltraud Lassner, hatte mit Studenten der Hochschule Ansbach bereits Entwürfe für derartige Hauszeitschriften erarbeitet. Diese enthielten sowohl inhaltliche Gliederungspunkte als auch graphische Gestaltungselemente. Als im Wintersemester 2012/2013 die Kooperation des Karl-Sommer-Stifts mit der Universität Augsburg zustande kam, wurden in einem Treffen mit Waltraud Lassner diese Vorlagen speziell im Blick auf das Karl-Sommer-Stift diskutiert.

Bei einem ersten Treffen mit Christa Kiebler, der Heimleiterin des Karl-Sommer-Stifts, kristallisierte sich dann deutlicher heraus, welche Gliederungspunkte verwendet werden sollten.

Auf diese Basis können die SommerZeiten auch zukünftig aufgebaut werden und Fr. Kiebler fungiert seit dem Sommersemester 2013 als alleinige Ansprechpartnerin für das Projekt. Da “nur noch” die Inhalte an die jeweilige Ausgabe angepasst werden müssen und nicht mehr die grundlegenden Aspekte geklärt werden müssen, entfällt die zusätzliche Absprache mit Fr. Lassner.


2.2 Allgemeiner Zeitplan


Da eine Vielzahl von Aufgaben zu erledigen ist, sollte zur effizienten Aufgabenbewältigung ein konkreter Zeitplan festgelegt werden. Es hat sich als hilfreich erwiesen, großzügig zu planen und Zeitpuffer einzubauen. Der grobe Plan wird in folgendem Gantt-Diagramm deutlich.

 

Vorbereitung

Beim ersten Treffen mit Fr. Kiebler werden zusammen Vorschläge für die neue Ausgabe gesammelt. Um die Bewohner miteinzubeziehen, stellt Fr. Kiebler in der regelmäßig stattfindenden Hausbesprechung die Themenvorschläge vor und die Bewohner stimmen über das Thema ab. Diese Hausbesprechung  bietet auch die Möglichkeit, Interviewpartner zu finden.

Sobald das Thema feststeht, wird ein grobes Konzept erstellt und die ersten Artikelideen gesammelt.
 

Recherche und Verfassen der Inhalte

Der nächste Schritt ist die Recherche und das Verfassen der Artikel. Diese werden teilweise von den Studenten verfasst, teilweise von Partnern des Karl-Sommer-Stifts. Die Studenten kümmern sich um die Hauptartikel wie z.B. das Interview mit Bewohnern, und koordinieren das Zusammenlaufen aller Texte. Hier bietet sich an, ein GoogleDocs zu erstellen, da dies das Zusammenführen und Korrigieren der Texte erleichtert. Außerdem bietet Dropbox eine sinnvolle Alternative um Texte und Bilder zusammenzuführen und gemeinsam zu überarbeiten. Eine gemeinsame Ordnerstruktur bietet allen Beteiligten einen Überblick und erleichtert die Organisation. Es ist allerdings zu empfehlen nur eine Plattform zu nutzen um die Übersichtlichkeit zu wahren und Verwirrung zu vermeiden.

 

Außerdem werden die Fotos für die SommerZeiten von den Studenten gemacht. Hier bietet es sich an, das Aufnehmen der Fotos mit Terminen im Karl-Sommer-Stift zu verbinden, um unnötige Fahrten zu vermeiden.

Sowohl für die Interviews als auch für Fotos von Bewohnern ist eine Einverständniserklärung der betroffenen Personen dringend notwendig, da sonst aus rechtlichen Gründen die SommerZeiten nicht gedruckt werden können. Am Besten ist es, die Erklärungen gleich nach den Interviews unterschreiben und Fr. Kiebler zukommen zu lassen.

 

Layout und Fertigstellung

Nachdem alle Artikel verfasst wurden, müssen sie in das Layout der SommerZeiten übertragen werden. Hierzu wird das Programm Adobe InDesign verwendet. Falls hier keine Kenntnisse vorhanden sind, ist es hilfreich, Kommilitonen oder Freunde zu Rate zu ziehen. Da bereits Layout-Vorlagen bestehen und diese für den Erhalt des Wiedererkennungswertes nicht groß verändert werden sollten, müssen hier lediglich die Texte und Bilder erneuert werden.

Der Druck der SommerZeiten erfolgte bei den ersten beiden Ausgaben durch Fr. Kiebler und wurde in deren Büro durchgeführt. Sobald der Druck abgeschlossen war, mussten die SommerZeiten dann noch getackert und gefaltet werden, was wieder von den Studenten übernommen wurde.
Im Wintersemester 2013/2014 gestaltete sich die Situation erfreulicherweise einfacher für die Studenten. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Karl-Sommer-Stifts bot an den Druck in ihrer hauseigenen Druckerei kostenlos zu übernehmen. Somit entfielen Arbeiten bezüglich des Druckens, Sortierens und Tackerns für die Studenten.

Das Verteilen der fertigen Zeitschriften liegt in der Hand des Karl-Sommer-Stifts.


3. Das Ergebnis

 
 
     Ausgabe 1|2013                             Ausgabe 2|2013     
 
 
 
 
 

3.1 Titel "SommerZeiten"

     

Der Titel der Hauszeitschrift entwickelte sich im Wintersemester 2012/2013. Die Idee der Ansbacher Hochschüler, auf deren Basis Gliederung und Layout entstanden, war „Sommerleben“. Weder Heimleiterin Christa Kiebler noch den Studenten sagte dieser Titel sehr zu.

Nach vielen Spielereien mit dem Namen der Einrichtung und verwandten Begriffen konnten schließlich einige Ideen, darunter „SommerSeiten“ oder „Stiftschrift“, vorgelegt werden. Für Christa Kiebler war darunter jedoch ebenfalls nicht der passende Titel für die Zeitschrift. Nach einigen weiteren Überlegungen und in Abstimmung mit den Heimbewohnern wurde schließlich der Name „SommerZeiten“ gewählt.

 

3.2 Titelthema

 

Um für die Hauszeitschrift eine Einheit im gesamten Erscheinungsbild herzustellen, hat jede Ausgabe ein eigenes Titelthema, das sich durch das Konzept der jeweiligen Ausgabe zieht.

Im Fall der ersten Ausgabe lautete das Titelthema „Musik liegt in der Luft“, in der zweiten Ausgabe entschieden sich die Bewohner für das Thema “Berufe”. Für die dritte Ausgabe wurde von den Bewohnern des Karl-Sommer-Stifts das Thema "Leben im Alter" ausgewählt.

Weitere Ideen waren z.B. Natur, Reisen, Essen, Kunst, Kultur, Lyrik, Jugend/Schulzeit, Literatur oder die Jahreszeiten.
                            
 

3.3 Allgemeine Gliederung

 

In der Gestaltung der Gliederung im Wintersemester 2012/2013 wurde besonderer Wert darauf gelegt, nur Themen zu wählen, die für die Einrichtung und seine Bewohner tatsächlich interessant und nützlich sind. In Absprache mit der Heimleitung wurden daher beispielsweise Punkte wie „Geburtstage“ oder „In Memoriam“, wie sie in der Vorlage der Hochschule Ansbach eingebunden worden waren, ausgeklammert. Christa Kiebler wies darauf hin, dass diese Aspekte bei einer etwa halbjährlich erscheinenden Zeitschrift in einer Senioreneinrichtung sehr schnell veralten. Die bestehende Gliederung ist zeitlos angelegt und kann so auch für die nächsten Ausgaben der SommerZeiten verwendet werden.

Die Gliederung ist in mehrere Unterpunkte eingeteilt. In Anpassung an den Titel der Zeitschrift wurden die Punkte mit Titeln benannt, die alle das Wort 'Zeit' beinhalten, um im Gesamtbild einen roten Faden erkennbar zu machen.

 

Zeit für Grüße: Grußwort der Heimleitung

Zeit vergeht: Hauptinterview mit einem Heimbewohner

Zeit im Stift: Vorstellung von einigen regelmäßigen Veranstaltungen

Zeit für’s Stift: Vorstellung von Mitarbeitern

Zeit für Besinnliches: Geistliches Geleitwort

Zeit für Gesundheit: Ratgeberseite zum Thema Gesundheit

Zeit für mich: Kurzinterviews

Zeitvertreib: Rätsel, Witze und Co.

Zeit im Blick: Regelmäßige und kommende Veranstaltungen

Zeit für Neues: optionaler Zusatzartikel

Zeit für Informationen: Telefonliste und Impressum 

Zeit für die Jugend: optionaler Zusatzartikel

Neues im Stift: optionaler Zusatzartikel


3.4 Details zur Gliederung

 

Zeit für Grüße

Ein einleitendes Grußwort von Heimleiterin Christa Kiebler heißt die Leser willkommen und stellt kurz die Inhalte der Ausgabe vor. Generell verleiht ein Grußwort jeder Ausgabe der „SommerZeiten“ eine zusätzliche persönliche Note.

 

Zeit vergeht

Um das Titelthema aufzugreifen, wird dazu ein Interview mit einem Heimbewohner geführt und dessen Erfahrungen in einem Portrait dargestellt. Geschichten und Berichte des Bewohners machen den Artikel lebendig.
Das Interview und der Artikel stehen in der Verantwortlichkeit der Studenten.


Zeit im Stift

Auf diesen Seiten werden einzelne regelmäßige Veranstaltungen genauer vorgestellt und mit Bildern ergänzt. Außerdem kann über einmalige Veranstaltungen berichtet werden. Besonders in der Darstellung der regelmäßigen Kurse bezwecken die Berichte auch Werbung für die Veranstaltungen, da die Bewohner so einen Einblick in den Ablauf erhalten und möglicherweise motiviert werden, teilzunehmen.

 

Zeit für’s Stift

In Steckbriefen werden in jeder Ausgabe der „SommerZeiten“ Mitarbeiter des Karl-Sommer-Stifts vorgestellt, die zum reibungslosen Ablauf in der Einrichtung beitragen. In kurzen Aussagen zu ihrer Person, ihrer Arbeit und ihren Hobbies stellen sich Pflegekräfte, sonstige Angestellte und ehrenamtlich Tätige vor. Hier soll mehr Transparenz für alle Personen im Karl-Sommer-Stift erreicht und das Engagement der betreffenden Person gewürdigt werden. 
Die Auswahl der vorgestellten Mitarbeiter wird von Fr. Kiebler bzw. der Heimleitung getroffen, und auch die Verteilung der Steckbriefe übernimmt meist Fr. Kiebler.


Zeit für Besinnliches

Da das Karl-Sommer-Stift als Einrichtung der Diakonie einen religiösen Hintergrund hat, ist auch ein geistlicher Beitrag in der Zeitschrift von Bedeutung. Ein Geleitwort einer der verantwortlichen Pfarrer sowie ein von den Studenten gesuchtes Gedicht lassen Raum für Besinnung. Besonders bei dem Gedicht gelten besondere Urheberrechte. Diese verfallen bei Schöpfungen wie Gedichten etc. nach 70 Jahren. Wenn dies auf das gewählte Gedicht zutrifft, kann es bedenkenlos verwendet werden.

 

Zeit für die Gesundheit

Gesundheit spielt im Alter eine besondere Rolle, weswegen es als Aspekt in der Zeitschrift aufgegriffen wird. Um fundierte Aussagen weitergeben zu können, wird hier ein Apotheker oder Arzt befragt. In Form eines Interviews äußert sich der Fachkundige dann zu einem aktuellen Thema, im Fall der ersten Ausgabe zu „Impfungen“, oder bei der zweiten Ausgabe zum Thema  “Richtiges Verhalten im Sommer”. Die Auswahl des Themas, das Führen des Interviews und das Verfassen des Artikels wird von den Studenten übernommen.

 

Zeit für mich

In dieser Kategorie werden Stimmen von weiteren Bewohnern aus der Einrichtung eingefangen. Dabei wird das Titelthema wieder aufgegriffen, um den roten Faden weiterzuführen. Auch dieser Artikel liegt in der Verantwortung der Studenten.

In der ersten Ausgabe wurde hier den Senioren die Möglichkeit gegeben, über einen Gesucht-Gefunden - Abschnitt mit anderen Gleichgesinnten Kontakt aufzunehmen oder auf der Ausflugspinnwand Anregungen für Ausflüge zu geben. Da dies aber keiner der Bewohner wahrnahm, wurde in der zweiten Ausgabe darauf verzichtet.

 

Zeitvertreib

Witze, interessantes Kleinwissen, Bauernweisheiten und/oder Rätsel lockern die Zeitschrift auf und regen zum Zeitvertreib an. Die Inhalte dieses Gliederungspunktes beziehen sich dabei auch wieder auf das Titelthema. Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel sollte nicht zu einfach sein, da die meisten der Bewohner im betreuten Wohnen mental noch sehr fit sind.

 

Zeit im Blick

Dieser Punkt gibt  einen Ausblick auf kommende besondere Ereignisse oder Veranstaltungen. Außerdem wird dort der Veranstaltungskalender mit den regelmäßigen Veranstaltungen abgebildet. Hier muss in Absprache mit Fr. Kiebler geklärt werden, welche besonderen Veranstaltungen geplant sind und ob sich bei den regelmäßigen Veranstaltungen etwas geändert hat.

 

Zeit für Neues

Dieser Punkt wurde erst in der zweiten Ausgabe dazugenommen. Zum Thema Berufe wurde hier die Möglichkeit eines Seniorenstudiums vorgestellt. Je nach Thema könnten hier aber auch Musik- oder Buchtips, neue Rezepte, Reiseziele etc. vorgestellt werden.

 

Zeit für Informationen

Der letzte Punkt richtet sich mit der Telefonliste einerseits an die Bewohner, mit den Informationen zum Karl-Sommer-Stift aber auch an Außenstehende, die sich informieren möchten, um dort beispielsweise eine Wohnung zu beziehen.

Das Impressum sichert die SommerZeiten rechtlich ab.

Zeit für die Jugend

Dieser Punkt wurde in der dritten Ausgabe hinzugefügt. Er beinhaltet die Sichtweisen einiger Studenten der Universität Augsburg, bezüglich des Lebens im Alter. Diese Rubrik kann auf verschiedene Themen übertragen werden.

Neues im Stift Dieser Punkt kam ebenfalls erst in der dritten Ausgabe hinzu. Er bezieht sich auf die Erneuerungen und Geschehnisse innerhalb des Karl-Sommer-Stifts.
 
 

3.4 Layout

 

In den Grundzügen war das Layout durch die vorangegangene Arbeit der Ansbacher Hochschüler vorgegeben. Dieses diente im WS12/13 als Vorlage, wurde aber von den Studenten individuell weiterentwickelt.

In der Farbgestaltung wurden die Farbtöne Violett und Hellblau verwendet, da diese dem Corporate Design der Diakonie entsprechen. Da das Karl-Sommer-Stift Teil des Diakonischen Werks ist, waren diese Farben naheliegend. Um etwas Abwechslung einzubringen, wurde in der zweiten Ausgabe die Hauptfarbe blau, anstatt wie in der ersten Ausgabe lila, verwendet. In der dritten Ausgabe der SommerZeiten wurde die Farbe grün als Grundton verwendet. Sie ist unter Anderem in den Überschriften oder Infoboxen zu finden. Dies kann auch in zukünftigen Ausgaben variiert werden.

Als Schriftart für die Texte wurde „ChaparralPro“, welche sich von den gängigen WORD-Schriftarten wie etwa „Times New Roman“ oder „Arial“ abhebt, aber dennoch gut zu lesen ist, ausgewählt. Die Überschriften wurden in einem Mix aus “Heather” und “Lowvetica” formatiert. (Die Schriften sind hier hochgeladen)

Außerdem sollte darauf geachtet werden, die Schriftgröße auf jeder Seite möglichst groß zu halten, um gerade den Senioren als Hauptzielgruppe das Lesen zu erleichtern. Zur Lesefreundlichkeit tragen auch Absätze und eine übersichtliche Formatierung bei.

 

3.5 Bilder

 

Für das Erscheinungsbild der Zeitschrift waren außerdem Bilder von großer Bedeutung. Es wurde versucht diese möglichst zahlreich und groß auf den entsprechenden Seiten einfließen zu lassen und den Text wenn möglich zu reduzieren.

Besonders bei Titel- und Schlussseite werden vermehrt Bilder und wenig Text eingesetzt, um das Erscheinungsbild abzurunden. Der Einsatz von Fotos gibt der gesamten Zeitschrift zudem eine persönliche Note, da viele Bewohner zu sehen sind.

Um gute Fotos zu machen, kann z.B. im Medienlabor eine digitale Spiegelreflexkamera ausgeliehen werden. Bei der Veröffentlichung der Bilder sollte dann aber mindestens eine mündliche Einverständniserklärung vorliegen. Das bedeutet, die Personen müssen gefragt werden, ob sie damit einverstanden sind, dass ihr Foto veröffentlicht wird.

Bei der Verwendung von Werken anderer ist es bei Veröffentlichungen immer von besonderer Bedeutung, die Urheberrechte zu berücksichtigen.

 

3.6 Sprache


Die Sprache sollte in der gesamten Zeitschrift möglichst einfach gehalten werden. Dazu zählt die Verwendung von kurzen Sätzen, beschreibenden Darstellungen, sowie ein klares Vokabular ohne unnötige Fachbegriffe. In Hinblick auf die Senioren sollten außerdem möglichst keine Anglizismen verwendet werden, um das Verständnis nicht zu erschwerden.

 

 

3.7 Rechtliches

 

Da die SommerZeiten veröffentlicht werden, müssen auch einige rechtliche Aspekte beachtet werden.

Zum einen sollte darauf geachtet werden, keine Bilder oder Texte von anderen Urhebern ohne deren Nennung zu verwenden. Da aber bei den Interviews oder Besuchen des Karl-Sommer-Stifts viele Möglichkeiten für Bilder bestehen, sollte dies kein Problem darstellen.

Da es im Karl-Sommer-Stift aber auch Bewohner gibt, die nicht mehr mündig sind, muss für jedes Foto, auf dem Bewohner zu sehen sind, eine Einverständniserklärung vorliegen. Für die Bewohner des betreuten Wohnens reicht diese mündlich, bei Bewohnern der Pflege müssen die Verantwortlichen gefragt werden.

Ebenso muss für jedes der geführten Interviews eine schriftliche Einverständiserklärung vorliegen, ohne diese kann nicht gedruckt werden. Wenn die Person ihr Einverständnis erst nach dem Lesen des ausformulierten Artikels geben möchte, sollten auf jeden Fall Kontaktdaten erfragt werden, um den Erhalt der Erklärung zu sichern.

 

 

3.8 Werkzeuge

 

Für die Umsetzung des Projekts haben sich verschiedene Werkzeuge bewährt:

GoogleDocs

Der von Google bereitgestellte Dienst ermöglichte es, ein Dokument zu erstellen, in dem alle (Text-) Inhalte gesammelt und jedem Teammitglied zugänglich gemacht werden konnten. So war jeder über die aktuellen Fortschritte im Bilde,  konnte neue Ideen und Vorschläge zur allgemeinen Diskussion stellen und nicht zuletzt den Überblick über etwaige noch fehlende Inhalte behalten.

Dropbox

Die Dropbox nutzen wir zur Sammlung der bei verschiedenen Gelegenheiten gemachten Fotos. So mussten die teilweisen sehr großen Bilddateien nicht per E-Mail verschickt werden und waren jederzeit online verfügbar.

E-Mail

Der Klassische E-Mail-Verkehr war besonders in der Kommunikation mit der Heimleitung von Vorteil, da diese per Telefon oftmals, aufgrund einer Vielzahl von Terminen, nicht erreichbar war. Aber natürlich kommunizierten wir auch innerhalb der Gruppe mit diesem Werkzeug.

Facebook

Parallel zum Austausch per E-Mail lief ein Großteil unserer gruppeninternen Kommunikation auch über Facebook ab. Dies macht allerdings natürlich nur Sinn, wenn dieses soziale Netzwerk auch in ausreichendem Maße von allen Teilnehmern genutzt wird. Ist dies der Fall lohnt es sich auch eine Facebook-Gruppe zu erstellen.
 
 
 

4. Tipps für Nachahmer

 
4.1 Datenschutz

Besonders in einer Senioreneinrichtung mit teils nicht mehr mündigen Bewohnern ist es wichtig, auf den Datenschutz zu achten. So dürfen etwa manche Senioren, die in der Pflegeabteilung untergebracht sind, nicht ohne Einwilligung der Vormünder auf Fotos gezeigt werden.

Eine Absprache mit der Heimleitung, der Einwilligungserklärungen der einzelnen Personen vorliegen, ist hier vor Erstellen, Verwendung und Veröffentlichung von Bildern unbedingt erforderlich.

Auch Bewohner des betreuten Wohnens können nicht ohne Weiteres einfach auf Fotos abgebildet werden. Deren Einverständnis ist, wenn auch nur mündlich, besser aber schriftlich, unbedingt einzuholen.

 

4.2 Coverbild

Ideen für ein Coverbild können von Anfang an gesammelt werden. Bei der Suche oder als Inspiration können Seiten wie “iStockphoto” hilfreich sein. Soll ein Foto von einer solchen Seite verwendet werden, muss dennoch besonders auf die unterschiedlich freigegebenen Verwendungszwecke der Fotografien geachtet werden.

In den letzten beiden Ausgaben wurden jedoch Bilder verwendet, die selbst aufgenommen oder von den Senioren zur Verfügung gestellt wurden.

 

4.3 Interviewführung

Sowohl beim „Interview zum Titelthema“ als auch bei den Kurzinterviews und dem Interview mit dem Arzt oder Apotheker bietet es sich an, ein Aufnahmegerät zu verwenden, um das Gespräch aufzuzeichnen.

Dies ist nicht nur als Gedächtnisstütze zum genauen Ablauf gewinnbringend, sondern vor allem auch hilfreich bei Interviews, in denen spezielle Fachbegriffe benutzt werden. So ist es am Ende einfacher, sich mit den genannten Fachbegriffen zurechtzufinden.

Weiterhin bieten sich Interviews auch an, um gleich passende Bilder für die Artikel zu machen.

Immer hilfreich ist auch ein Korrekturlesen der interviewten Personen, da diese kleinere oder auch größere Fehler noch ausbessern können und sich selbst von der Korrektheit des Artikels überzeugen können.

 

4.4 Broschürendruck
Obwohl es im Programm “Adobe InDesign” eine Broschüren-Funktion gibt, mit der die Seiten schon in der richtigen Druckreihenfolge (als pdf-Dokument) angeordnet werden können, ist diese nicht zu empfehlen. Nach einem Probedruck stellte sich heraus, dass die einzelnen Blätter ungünstig gegeneinander verschoben wurden. Deshalb ist es ratsam, die fertigen SommerZeiten einfach als PDF mit Einzelseiten zu speichern und erst am Drucker selbst die Funktion “Broschürendruck” auszuwählen.