Imagefilm für Kosmos Jugendzentrum

 

Inhaltsverzeichnis: 

1. Kurzbeschreibung des Projektes

          1.1  Was ist ein Service Learning Projekt?

          1.2  Projektpartner: Jugendhaus Kosmos

2. Durchführung: Ein Imagefilm für das Jugendzentrum Kosmos

3. Präsentation der Ergebnisse

4. Anregungen und Kritik

 

 

 

1.  Kürzebeschreibung des Projektes


1.1  Was ist Service Learning

 

Anhand des Seminar „Service Learning - Soziales Lernen in Schule, Hochschule und Weiterbildung“, im Rahmen der Initiative „Bildung durch Verantwortung“, wurden unterschiedliche Projekte mit außeruniversitären Partnern durchgeführt.

Service Learning bedeutet Lernen durch Engagement und ist eine Lehrform, bei der eine Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und Partnern im Non-Profit-Organisationen stattfindet. Dabei stehen fachliche und überfachliche Ziele im Mittelpunkt. Das bedeutet, zum einen die Anwendung des Wissens in der Praxis und zum anderen Erkenntnisse aufgrund der eigenen Erfahrung zu erlangen. Dabei spielen das aktive Handlen, die in der Praxis gemachten Erfahrungen und deren Reflexion eine bedeutende Rolle. Der Leitgedanke eines Service Learning Projekts ist es, durch Engagement der Teilnehmer die Zivilgesellschaft und damit auch die Demokratie zu stärken. Dies geschieht vor allem, indem die Lernenden aktiv mitwirken und ihre eigenen Ideen und Vorstellung mit einbringen. 

Die Projektideen können in diverse Fachbereiche realisiert werden.

Das Seminar bestand aus mehreren Präsenzveranstaltungen, einer Onlineplattform und der Aktivität in den Partnereinrichtungen. Insgesamt fanden vier Treffen an der Universität statt. Inhalte der Präsenzveranstaltungen umfassten einen pädagogischen Hintergrund zum Service Learning, Grundlagen des Projektmanagements und der Öffentlichkeitsarbeit. Die Arbeit der Studenten wurde durch einen Studientext und Praxistipps der Dozenten begleitet.

Für die unterschiedlichen Projekte konnten sich die Seminarteilnehmer selbstständig eintragen. Eines der vorgebenden Projekte war das Projekt "Fünfte Dimension". 

Es handelt sich dabei um lokale und internationale Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Die fünf Dimensionen beziehen soziale, historische, ethische, ästhetische und kreative Aspekte menschlichen Lernens ein. Die Grundidee ist es, Bildungschancen für Kinder und Jugendliche zu verbessern, indem Medienprojekte durchgeführt werden. Unter dem Aspekt der fünften Dimension entstanden im Rahmen des Seminars mehrere Projekte. Jedoch verfolgten alle das gleiche Ziel: Die Produktion von Film und Musikvideos nach den Vorstellungen der Schüler.

 

1.2 Projektpartner: Jugendzentrum "Kosmos" 

 

Eines der Projekte innerhalb der „fünften Dimension“, war die Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Kosmos.

Der Träger des Jugendzentrums ist der Stadtjugendring Augsburg (SJR). Er richtet sich nach dem Bayerischen Kinder- und Jugendhilfegesetz (BayKJHG) die Interessenvertretung der Kinder und Jugendlichen in der Stadt Augsburg und ist verantwortlich für die Freizeitangebote. In dieser Funktion setzt er sich auch politisch für die Belange junger Menschen ein.

Der SJR ist die Dachorganisation der Jugendorganisationen der Stadt. Zurzeit vertritt er 40 Jugendverbände berät diese bei Zuschussfragen und ist darüber hinaus Ansprechpartner für alle organisatorischen Fragen.

Das Augsburger Jugendhaus Kosmos in der Blériotstrasse 39, ist mehr als ein Jugendhaus. Neben der Jugendarbeit verbindet das Haus die Generationen und fördert die Integration. Das im Jahre 2011 neu gebaute Jugendzentrum verfügt über zwei Stockwerke und bietet viel Raum für Kinder, Jugendliche und die Bürger des Viertels.

Das Jugendhaus Kosmos versteht sich als generationenübergreifendes Bürgerhaus, in dem neben der angrenzenden Blériot-Grundschule, auch die Bewohner des Stadtteils integriert werden. „Schwerpunkt ist ganz klar die offene Jugendarbeit“, sagt Robert Mailer, Leiter des Jugendzentrums. Eine weitere wichtige Aufgabe für das Jugendhaus ist die Integrationsarbeit. Genau hier setzt das Jugendhaus an. Zum einen werden stabile Kontakte zu verschiedenen Organisationen gepflegt, zum anderen wird auch im Jugendhaus selbst direkte Hilfe geleistet. Das Jugendzentrum besitzt vielfältige Räume und bietet dadurch zahlreiche Freizeitangebote an:

 

 

 

 

 

 

 

Zudem bietet das Jugendhaus jeden Monat ein wechselndes Kursangebot für Kinder und Jugendliche, bei dem jeder teilnehmen kann. „Kids Action“ heißen die Kurse für die Kids unter 12 Jahren. Neben Bastelkursen lernen die Kinder hier kochen oder gehen Schlittschuhlaufen. Die Jugendlichen können in den Hip-Hop Kursen ihr Können zeigen oder bei einem Pokerabend ihre Gehirnzellen aktivieren.

Regelmäßig finden auch Kinoabende statt. Auf riesigen Sitzsäcken können es sich die Kinder und Jugendlichen gemütlich machen. Ein Stockwerk höher, gibt es noch weitere Räume. Für musikbegeisterte Jungen und Mädchen steht ein Tonstudio bereit, in denen sie ihre eigenen Songs aufnehmen können. Professionell werden hinter der Glaswand Anweisungen an die Sänger gegeben, damit die Aufnahme perfekt wird. Auch eine große Küche ist vorhanden, in der immer wieder Kochkurse stattfinden. Wer nicht selbst kochen möchte, kann sich nach getaner Arbeit im hauseigenen Café mit kleinen Snacks und Getränken stärken. 

Umsetzbar sind die vielen Angebote durch freiwillige Helfer, denn das Jugendhaus hat nur zwei Vollzeit- und einen Teilzeitmitarbeiter. Die freiwilligen Helfer sind oft Eltern oder Rentner, die gerne ihr Wissen weitergeben möchten. Auch die Jugendlichen selbst werden zu freiwilligen Helfern, wenn sie sich in einem Gebiet besonders gut auskennen. Zum Beispiel bei der Arbeit im Tonstudio helfen sich die Jugendlichen gegenseitig. Die Erwachsenen bieten Kurse an und bringen den Jungen und Mädchen Kochen bei oder weihen sie in die Geheimnisse der Schachkunst ein. Das Jugendhaus ist ein Beispiel, das zeigt, dass ein generationsübergreifendes, integrierendes Modell funktionieren kann und darüber hinaus noch Spaß macht. 

 

 

2. Durchführung: Ein Imagefilm für das Jugendzentrum Kosmos

Die Projektidee basiert auf das Konzept „Learning by Doing“. Jugendliche können emotionale, soziale und kognitive Kompetenzen erwerben, ihre Kreativität entfalten und Medienkompetenz aneignen. Die Lernumgebungen, die dabei entsteht, basieren auf Konzepten zum kollaborativen Problemlösen, zur Entwicklung von Sprach- und Lesefähigkeiten oder zu Kompetenzen in interkultureller sowie medialer Kommunikation.

Darunter fallen Aufgaben wie beispielsweise Drehbücher schreiben, Filme produzieren und Musikvideo erstellen. Die größte Herausforderung ist dabei nicht nur die Produktion eines Videoclips, sondern das man mit den Schülern einen gemeinsamen Weg findet, um das Projekt für beide Seiten so spannend wie möglich zu machen.

Das Projekt im Kosmoshaus wurde mit der Unterstützung von zwei Studierenden durchgeführt. Auf Wunsch vom Regionalleiter Robert Mailer sollte ein Musikvideo mit der Mädchengruppe entstehen. Diese Gruppe setzt sich auch sechs Mädchen zusammen, die regelmäßig das Jugendhaus besuchen.

Dabei wurde der Donnerstag für das wöchentliche Treffen festgelegt. Als technische Ausrüstung wurde seitens der Universität zwei Videokameras und zwei Stativen zur Verfügung gestellt.

Zunächst fand ein Treffen mit dem Regionalleiter Robert Mailer, dem Projektleiter Philip Meyer und dem Projektkoordinator Tom Vogt statt. Hierbei wurden Ziele und Ideen ausgetauscht. Des Weiteren wurde eine grobe Projektkonzeption erstellt. Die Mädchengruppe wurde über das nächste Treffen, in der darauffolgende Woche, von Mitarbeitern informiert.

Zusammen mit den Mädchen wurde als aller erstes ein Brainstorming durchgenommen. In diesem Zusammenhang konnten alle Ideen gesammelt und schriftlich festgehalten werden. Gemeinsam konnte sich die Gruppe auf das Thema „Party“ im Musikvideo einigen. Da ein Teil von ihnen auch in ihrer Freizeit musikalisch aktiv waren, würden sie das Musikvideo durch Gesang unterstützten.

An dieser Stelle erfolgte auch die Planung für das weitere Vorgehen.

Aufgrund der Unzuverlässigkeit seitens der Mädchen und der Nichterscheinung an abgemachte Termine musste das Medienprojekt abgebrochen werden. Zusammen mit dem Projektleiter und dem Projektkoordinator wurde eine Alternative gesucht.

In Absprache mit dem Regionalleiter und dem Projektleiter sollte nun ein Imagefilm über das Jugendhaus entstehen.

Durch die Internetseite des Jugendzentrums und mithilfe des Regionalleiters Robert Mailer konnten anstehenden Veranstaltungen im Kosmos besucht und gefilmt werden. Somit ergaben sich Möglichkeiten, viele unterschiedliche Aktivitäten im Imagefilm mit einzubringen.

Daraufhin wurde das Vorgehen noch einmal geplant und Termine für das Drehen festgelegt. Ab dem 18. 01. 2013 wurden regelmäßig diverse Veranstaltungen im Kosmos gefilmt. Aus allen Veranstaltungen wurden folgende ausgewählt für die Aufnahmen: eine Tanzshow, ein Fitnesstraining, verschiedene Aktivitäten im Tonstudio, unterschiedliche Brettspiele, ein Beautyabend und ein Kochabend. Der Imagefilm sollte so konzipiert werden, dass ein Überblick über alle Angebote im Jugendzentrum gegeben wird. Es wurde darauf geachtet, dass vielfältige Aktivitäten im Imagefilm vorkommen und für Abwechslung sorgen.

Schließlich wurde der Schnittraum gemietet, um die Bearbeitung des aufgenommenen Rohmaterials zu beginnen. Zur Verfügung wurde das Schnittprogramm Adobe Premiere Pro und Macbook gestellt. Im Vorfeld wurden fünf Termine für die Filmbearbeitung festgelegt.

3.  Präsentation der Ergebnisse


4. Anregungen und Kritik


Rückblickend betrachtet konnte wir anhand des „Service Learning“ Projekts viele neue Erfahrungen sammeln.

Vor allem die Selbstständigkeit bezüglich der Organisation und die ständige Kooperation zwischen der Universität und dem Projektpartner erforderten teilweise viel Zeitaufwand. Wie bereits beschrieben, musste in unserem Fall die festgelegte Planung neu organisiert werden. Dies erfordert zum einen viel Flexibilität und zum anderen Kampfgeist für die Beteiligten. Bei möglichen zukünftigen Durchführungen, sollten die Teilnehmer im Vorfeld über das Projekt informiert werden und deren Bereitschaft für Teilnahme am Projekt festgelegt werden.

Das Seminar war sehr vielfältig und wir konnten unsere Kompetenzen, im sozialen, wissenschaftlichen und praktischen Breichen, erweitern. Zudem wurden uns Einsichten in die Kamera- und Filmtechnik ermöglicht.

Allgemein empfanden wir das Seminar als sehr bereichernd.