Hörspielprojekt im Altenheim (Diakonie Karl-Sommer-Stift)

 

„Jimmy’s rote Schuhe“
Hörspielprojekt in der Altenpflege (Diakonie Karl-Sommer-Stift)

 

 




1. Das Projekt

 

1.1. Die Projektidee

Das Hörspielprojekt in der Altenpflege führten wir (Marina Drakova und Stephan Reichl) innerhalb des Seminars „Service Learning – Soziales Lernen in Schule, Hochschule und Weiterbildung“ an der Universität Augsburg durch. Bei diesem Seminar stand soziales Engagement  und mediales Wissen im Vordergrund und als Ziel war die Umsetzung eines multimedialen Projektes in der Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und Partnern in den Non-Profit-Organisationen. Eine wichtige Rolle spielte dabei sowohl das aktive Handeln, also die Planung und Umsetzung des Projektes inkl. direkte und aktive Arbeit mit den Kooperationspartner und den Beteiligten, als auch die Reflexion, also das Erkennen von Schwächen und Stärken, positiven und negativen Seiten bei der Durchführung des Projektes und die Zusammenarbeit.

Die Idee für das Projekt wurde von uns vorgeschlagen und als möglicher Partner sahen wir die Altenpflege der Diakonie „Karl-Sommer-Stift“, da es bereits im vorigen Semester ein Service Learning – Projekt zum Thema „Heimat“ erfolgreich abgeschlossen wurde. Das vorige Projekt wurde mit Bewohner des Altersheims durchgeführt, aufgrund dessen  haben wir uns entschlossen  das Hörspielprojekt mit den Menschen aus der Altenpflege durchzuführen. Dies sollte den pflegebedürftigen Menschen die Möglichkeit geben ihren Alltag spannender zu gestalten und etwas Neues auszuprobieren, Spaß zu haben und vor allem auch Kontakte mit jungen Menschen zu knüpfen. Der genauere Verlauf des Projektes, d.h. von der Idee bis zu der Umsetzung wird dann im Punkt 2 genauer beschrieben.



1.2. Der Projektpartner



1.2.1. Die Diakonie Augsburg

Die Diakonie Augsburg besteht aus rund 50 sozialen Einrichtungen und zwei Tochtergesellschaften. Es handelt sich sowohl um Kinder- und Jugendhilfe, als auch um Altenhilfe, allgemeine kirchliche Sozialarbeit, soziale Lebensberatung für Menschen in Krisen und Not und Sozialpsychiatrie. Im Vorstand stehen Fritz Graßmann als Theologischer Vorstand, Dr. Ilona Luttmann als Fachvorstand und Markus Bottland als Kaufmännischer Vorstand.

 


1.2.2. Das Karl – Sommer – Stift

Das Karl-Sommer-Stift ist eine Seniorenwohnanlage in Friedberg mit Wohnpflege und Platz für 120 Senioren.  Die Seniorenwohnanlage wurde 1981 auf dem von dem Kaminkehrermeister Karl Sommer gestifteten Grundstück  erbaut. Die Einrichtung ist auf zwei Verteilt, zum einen das Seniorengerechtes Wohnen mit Wohnungen und Apartments und zum anderen die Wohnpflege mit 51 Plätzen.


Das Karl-Sommer-Stift wird von Frau Christa Kiebler

geleitet :


Crista Kiebler1.2.3. Die Wonhpflege

Die Wohnpflege ist eine Weiterführung des Gedankens des betreuten Wohnens in den stationären Pflegebereich. Hier geht es darum die Selbständigkeit der Bewohner zu fördern und zu erhalten. Dies geschieht dadurch, dass Serviceangebote aus dem Pflegebereich auf den Wohnbereich erweitert werden. Die Bewohner haben die Möglchkeit Ihr Leben, auch währender der Pflegebedürftigkeit, so angenehm wie möglich zu gestalten. Sie können am gemeinschaftlichen Leben teil haben, haben aber durch die eigene Wohnung auch die Möglichkeit sich in ihre individuelle Privatspheres zurück zu ziehen. Viele der Bewohner verfügen über eine “eingeschränkte” Alltagskompetenz und sind schon allein deshalb auf Hilfe und Unterstützung angewiesen, die durch das Pflege-Service-Personal des Karl-Sommer-Stift geleistet wird.



2. Ablauf des Projektes



2.1. Projekteinstieg



Brainstorming

Bevor wir uns mit unserem Kooperationspartner trafen, sollte das genaue Konzept für das Hörspiel von uns entwickelt werden. Das war wichtig, da es sich um einen Projekt handelt, das von unserer Seite gestartet wurde und der Kooperationspartner keine Vorstellung davon hatte. Deswegen starteten wir mit erster Ideensammlung. Bei diesem ersten Schritt ergab sich, dass es sich um ein Criminalhörspiel handeln wird. Dabei sollte jeder Teilnehmer, in unserem Fall – Leute aus der Altenpflege, sich in einer Rolle versetzten. Wir entschieden uns für zwei bis drei Protagonisten, männlich und weiblich, damit mehrere Leute teilnehmen können. Die genaue Vorstellung über den Protagonisten sollte später kommen, nachdem wir mehr über die potentiellen Teilnehmern wussten.


 
Treffen mit dem Ansprechpartner des Karl-Sommer-Stift

Als nächstes trafen wir uns mit der Ansprechpartnerin und Heimleiterin des Karl-Sommer-Stiftes, Christa Kiebler. Bei diesem Treffen stellten wir unsere Idee vor und erläuterten wie ein Hörspiel produziert wird, d.h. welche Schritte vor uns stehen - vom Drehbuch bis zur Umsetzung.

Bei diesem ersten Besuch hatten wir auch die Möglichkeit mit den Pflegern zu reden, die mit den Menschen in der Pflege vertraut sind und potentielle Sprecher für unser Hörspiel zu bekommen, so dass man auch im nächsten Schritt das Drehbuch schreiben konnte und die Rollen vergeben konnten.

Der Besuch beim Karl-Sommer-Stift war auch für das spätere Schreiben der Geschichte wichtig. Dabei hatten wir die Möglichkeit den Alltag der Senioren mehr oder weniger mitzuerleben. Diese Impressionen haben danach beim Schreiben der Geschichte und des Skripts nützliche Ideen gegeben und man konnte sich besser in der Lage eines Menschen in der Altenpflege versetzen. Natürlich ist die Geschichte, die später entstanden, fiktional, jedoch spielt die Handlung im Altersheim und diese ersten Impressionen haben uns geholfen die Geschichte dynamischer und auch spannender für die Teilnehmer zu gestalten.



2.2. Konzept und das Schreiben eines Hörspiels

Nach der ersten Besprechung mit Frau Kiebler hatten wir ausreichend Information um das Projekt richtig zu starten. Wie bereits schon erwähnt, hatten wir vor die Geschichte so zu gestalten, dass sie einerseits spannend und interessant ist, auch für den Mitspieler, andererseits aber auch realistisch bezüglich der Umsetzung eines Hörspiel ist.



Da aber die Umsetzung eines Hörspielprojektes aus mehreren Schritten besteht, werden diese hier wie folgendes aufgelistet:

Wie schreibe ich ein Hörspiel:

1. Zielgruppe definieren

Da der Schwerpunkt des Projektes in unserem Fall pflegebedürftige alte Menschen sind, war es wichtig erstmals zu definieren mit wem man das Hörspiel umsetzen wird und in wie weit das bei dem Schreiben des Skriptes berücksichtigt werden muss. In einem normalen Fall, d.h. ohne dass man den zukünftigen Sprecher  berücksichtigen muss, würde man mit Punkt 2 direkt anfangen.)

 

2. Exposé schreiben

Das Exposé ist die schriftliche Zusammenfassung der Idee in Kurzform. Dabei werden noch keine Dialoge geschrieben, sondern als erstes die Genre des Hörspiels entschieden (Kinderhörspiel, Kriminalhörspiel, kurz oder lang usw.), die Rahmenhandlung ausgedacht (d.h. kurze Inhaltsangabe – worum geht es und was passiert?),, die Protagonisten und Antagonisten entwickelt (Charaktere werden kurz vorgestellt – welche Personen kommen wie vor, wie handeln sie und aus welchen Gründen) und nicht zulezt werden die ersten Gedanken über Einsatz von Musik und Geräusche gemacht.

Das ist ein relativ komplexer Prozess und dabei gibt das Exposé die Möglichkeit, dass man die Ideen komplett uneingeschränkt erstmals zusammenfasst und mit verschiedenen Vorstellungen und Ideen spielt. Wichtig ist dabei, dass man den roten Faden nicht verliert!



Nachdem die ersten Ideen ausgearbeitet wurden, kann man das Exposé bearbeiten und eventuell verfeinert, bevor man zum nächsten Schritt geht, nämlich das Manuskript zu schreiben.



3. Das Manuskript schreiben



Das Manuskript oder das Drehbuch ist das genaue Hörspiel, bevor es aufgenommen wird. Dabei sind viele Sachen zu berücksichtigen, wie z.B. eine „hörspielgerechte“ Sprache zu benutzen".

Das Manuskript kann in Word oder in einem anderen Textprogramm geschrieben werden. Es gibt auch  Software, die speziell für das Schreiben von Skripten geschaffen sind, wie z.B das kostenlose Celtx

Das Manuskript enthält auch Regieanweisungen, wie die Dialoge zum Beispiel zu sprechen sind (traurig, genervt, leise usw.), auch Anweisungen zu der Musik und den Geräuschen, die später zum Einsatz kommen.

Je besser die Idee im Expose ausarbeitet ist, desto leichter ist es danach das Manuskript zu schreiben.

Weitere Tipps von Hörspielmacher: http://www.hoerspielforum.com/



4. Produktionsplannung

Nachdem das Hörspiel geschrieben wurde, sind paar wichtige Punkte zu berücksichtigen.

- Wen benötige ich für das Hörspiel? (Sprecher, Musiker, Regisseur…)

- Was benötige ich für das Hörspiel? (Technik wie PC, Mikrofon oder Sprecherstudio, Musik und Geräusche)

- Wann soll das Hörspiel fertig sein? – (Terminplanung für die Aufnahmen, evtl. zweite Aufnahmen, Schnitt)

 

5. Umsetzung

Nachdem man rechtzeitig alle Beteiligten über den Zeitplan informiert hat, beginnt man mit der Umsetzung. Diese besteht aus zwei großen Schritten – die Aufnahmen und dem Schnitt. Je professioneller die Aufnahmen gemacht sind, desto leichter kann man danach das Hörspiel schneiden und bearbeiten. Beim Schnitt werden dann die Aufnahmen bearbeitet und mit Effekten, Geräuschen und Musik unterlegt.



Konzept bei unserem Hörspiel

- Titel: Jimmy’s rote Schuhe

- Genre: Kriminalhörspiel
- Charachtere: Jimmy, Ann, Kitty, Dr. Schulze, der Freund von Jimmy
- Ort des Geschehens: Altersheim Karl-Sommer-Stift

- Sprecher: Bewohner der Altenpflege
- Aufnahmen: Vor Ort in der Altenpflege
- Schnitt und Musik: Marina Drakova, Stephan Reichl

Da die Geschichte relativ komplex ist und wir im Rahmen des Seminars nicht die Möglichkeit hatten ein ganzes Hörspiel in einer Länge von 1 Stunde zu produzieren, vor allem unter dem Hintergrund, dass unsere Sprecher sich nicht so lange mit den Aufnahmen beschäftigen werden können, entschieden wir uns für eine erste Folge. Jedoch wurde die komplette Geschichte im Expose vorgestellt und ein genaues Skript für diese erste Folge ausgearbeitet. Weitere Umsetzung wäre möglich, jedoch schwierig.

Expose und Drehbuch: Hier



2.3. Besprechung und Kooperation mit dem Projektpartner



Nachdem  wir das Expose für das Hörspiel geschrieben ahben, folgte eine zweite Besprechung mit Frau Kiebler vor Ort. Dabei wurde die Geschichte vorgestellt und besprochen ob es Verbesserungsvorschläge gibt. Als nächstes bekamen wir eine Liste mit den Namen der Bewohners, die potenziell für Sprecher geeignet wurden. Somit war es für uns möglich das Drehbuch so zu gestalten und anzupassen, damit möglichst viele Leute dabei teilnehmen dürfen und können.

2.4. Inhalte / Geschichte



Die Stimme von Johannes

Johannes, bekannt aber als “Jimmy” ist ein 72 Jähriger Mann, der früher dunkle Geschäfte gemacht hat und mit Mafiakreisen zu tun hatte. Während seine aktiven Zeiten bekam er während einer Schießerei Kugel im Rücken und bleibt gelähmt. Seitdem sitzt er im Rollstuhl.Heute wohnt er bei seiner Tochter - Ann, die sich um ihn kümmert. Ann hat genug davon sich um ihren Vater zu kümmern und träumt oft davon, dass sie viel Geld hätte und verschwinden könnte. Als sie klein war, war ihr Vater nie für sie da und sie findet es nicht fair, dass sie sich, nachdem ihre Mutter vor Jahren gestorben ist, jetzt um ihn kümmern muss. Sie versucht Geld zu sparen, damit sie endlich verschwinden kann.

Jimmy andererseits langweilt sich den ganzen Tag zu Hause und träumt von den alten Zeiten, als er aktiv war und spannende Sachen erlebt hatte. Er traut seine Tochter

nicht und behandelt sie schlecht. Er hat auch ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil er früher nie zu Hause war, aber sein Stolz erlaubt es ihm nicht das zu zeigen. Deswegen ist er oft grantik und schlecht gelaunt.

Eines Tages kommt plötzlich ein Brief mit der Nachricht, dass Jimmys bester Freund aus den ehemaligen Zeiten, im Altersheim gestorben ist. Der Brief kommt aus dem Altersheim, ist aber nicht unterschrieben. Darin steht etwas, das anscheinend nur für Jimmy geschrieben ist und zwar persönlich von Jimmys bestem Freund. Das steht :

„Vergiss nie unseren roten Freunde, sie sind deine Zukunft.”

Dann entscheidet er sich mit seiner Tochter zusammen zu arbeiten, weil er im Rollstuhl sitzt und das alleine alles nicht schaffen kann. Sie planen Jimmy ins Altersheim zu

schicken, damit er nach Hinweise sucht. Dort trifft Jimmy eine alte Dame, die etwas seltsam ist und die ihm am Anfang hilft. Sie hilft ihm sehr und langsam vertrauen sie sich gegenseitig so als ob sie sich schon seit Jahren kennen. Jimmy erinnert sich nach einem Gespräch mit der alten Frau, dass die "roten Freunden" ein paar roter Schuhe sind, die Jimmy seinen Freund damals geschenkt hat und die seine Lieblingsschuhen waren.

Zusammen finden sie endlich heraus wo sich die Schuhe befinden und Jimmy entdeckt darin einen Schlüssel, vermutlich für Schließfach mit einer Nummer 77. Er weiß genau wohin er gehen muß und schickt seine Tochter los. Sie geht zum Bahnhof und öffnet das Schließfach Nummer 77 - genau wie damals, als  Jimmy und seinen Freund verschiedene Sachen füreinander versteckt haben. Dort findet sie einen Zettel, auf den geschrieben ist : „Nimm Kitty und verschwindet. “ Und dabei auch einen Check für 100.000 Euro. Ann ist einige Zeit verzweifelt und überlegt sich ob sie nicht mit dem Geld abhauen soll. Sie entscheidt sich jedoch dafür, dass sie ihrem Vater treu bleibt, da sie ihn jetzt bisschen besser kennen gelernt hat. Sie ruft ihn an und sagt ihm was sie gefunden hat. Jimmy ist verwirrt, aber in dem nächsten Moment erinnert er sich an die alten Dame und begreift plötzlich wer sie ist.

Kitty, die sich als Klara vorgestellt hat, ist seien große Liebe , Jimmy noch jung war. Jimmy dachte sie sei gestorben, so hat man ihm zumindest damals gesagt.

Kitty erzählt ihn aber, dass sie damals verschwunden ist, weil ihr Boss, für den sie nicht mehr arbeiten wollte, erfahren hat, dass sie in Jimmy verliebt ist und wollte ihm weh tun.

Deswegen musste sie ihn beschützen und so tun, als ob sie gestorben sei und ihr ist nur die Hoffnung geblieben, dass sie ihn irgendwann wieder trifft. Das war die schwierigste Entscheidung ihres Lebens. Dann zeigt sie ihn ein altes Foto von Jimmy, dass sie seit Jahren dabei hat.

Sie ist ins Altersheim gekommen und wollte ihre letzten Tagen da verbringen, weil sie die Hoffnung verloren hat. Dann hat sie aber Jimmys Freund gesehen und vor allem zwei rote Schuhe, die er immer in einer Box neben seinem Bett hatte. Sie kannte ihn nicht, fand es aber merkwürdig aber auch interessant. Kurz bevor er gestorben ist, hat er Kitty einen Zettel und Adresse gegeben und sie drinegnd gebeten an dieser Adresse zu schreiben und diesen Mann zu informieren, dass er tot ist. Sie hat den Namen nicht erkannt, weil sie ihn nur als Jimmy kannte. Sie hat ihn auch nicht erkannt, als sie ihn gesehen hat, weil das 40 jahre nach der letzten Treffen ist. Kitty fand ihn aber jedoch nett und er hatte sie sehr an jemanden erinnert, nur sie wusste nicht an wen. Doch wusste sie irgendwie, dass sie ihm helfen soll und war natürlich auch noch neugierig.

Jimmy fragt sie ob sie nicht zusammen irgendwohin fahren wollen und das Leben genießen.



Ende:

Email Geräusch, Ann ist traurig und genervt. Sie kriegt eine E-mail von ihrem Vater, der mit Kitty abgehauen ist. Wütend liest sie die Nachricht und ihre Stimme ändert sich - er hat ihr

die Hälfte des Geldes gelassen und gibt ihr die Informationen wo es ist



2.5. Erste Aufnahmen

 



Erste Aufnahmen

Die ersten Aufnahmen machten wir vor Ort in der Altenpflege. Es ergab sich aber sehr schnell, dass die Aufnahmen nicht zu den gewollten Ergebnisse führen werden, weil die Sprecher Probleme mit dem Lesen, Verstehen und der Aussprache des Textes hatten.

Jedoch haben wir die Aufnahmen mit allen vier Sprecher gemacht, da die Aufnahmen als Interaktion eigentlich zu den Hauptpunkten des Seminars gehörten und wir den “Sprechern” naturlich auch den “Spass” lassen wollten.

 

Ersten Aufnahmen
"Jimmy" vor den Aufnahmen




3.Das Ergebnis


Da es sich als Unmöglich erwies die Aufnahmen qualitativ in eine ausreichende Qualität zu bringen und aufgrund der zeitliche Beschränkung des Seminars, entschieden wir zusammen mit dem Seminarleiter, dass das Projekt an dieser Stelle abgeschlossen wird.

Weitere mögliche Schritte und Vorgehensweise um das Projekt abzuschließen wären hier:
- die Aufnahme mit anderen Sprecher zu wiederholen
- die fertigen Aufnahmen zu bearbeiten und als komplettes Hörspiel bzw. die erste Folge des Hörspiels  mit Hilfe von Musik, Effekten und Sounds zu gestalten
- das fertige Hörspiel mit dem Kooperationspartner zu besprechen und ggf. verbessern



4. Tipps für Nachmacher



Wichtigster Tip für Nachmacher ist, sich im Vorfeld genau zu überlegen mit welchen als Sprecher beteiligten Personen ein Hörspielprojekt umgesetzt werden soll. Dies gilt vor allem auch bei der Auswahl des Partners, ob dort ein Hörspielprojekt sinnvoll gestaltet werden kann. In unserem fall wäre hier das Betreute Wohen, das es im Kars-Sommer-Stift auch gibt, die bessere Wahl, anstelle der Pflege, gewesen. Ein persönliches kennenlernen der Sprecher bietet sich hier im Vorfeld auch an, da dies gleich als “Casting” genützt werden kann und zu eruieren, ob die Personen geeignet sind. Natürlich spielt es für das Ergebnis auch eine Rolle, ob die Aufnahmen im Studio, oder vor Ort gemacht werden. Studio, soweit vorhanden und vefügbar, ist natürlich zu bevorzugen, aber bei einem sozialen Projekt nicht unbedingt erforderlich, solange man einen einigermaßen stillen Raum vor Ort benutzen kann. Es wäre auch sinnvoll daran zu denken, ob vielleicht kein ganzes Hörspiel produziert werden soll, sondern Episoden mit “Ankerpunkt”, also  Erzähler oder Hauptperson, von dem man auch weiß, dass er/sie länger dabei sein wird (wie Mitarbeiter o.ä.). Somit ist es nicht mehr notwendig, dass die Sprecher immer die Gleichen sind und das wäre ein wichtiges Punkt, wenn man das Projekt mit Menschen mit gesungheitlichen Problemen umsetzt.

Beim Ausdruck des Skripte ist es sinnvoll zwei Versionen zu machen, eine, die die komplette Story mit allen Rollen beinhaltet und eine zweite, die jeweils nur die einzelnen Texte für die einzelne Rolle beinhaltet. Je nach Aufnahmeart, spricht in der Regel ein Sprecher seine ganze Rolle durch und stützt sich bei den Verständniss des Einzelen Sprecher für die gesamte Geschichte und sollte nach Möglichkeit den Sprechern im Vorfeld zugänglich sein. In unserem Fall hatten wir die einzelnen Rollen lediglich farblich auf einem Komplettskript markiert, was letztendlich teilweise zu verwirrungen geführt hatte. Jeh nach beteiligten Sprechern, sollte viel Geduld und soziale Kompetenz mitgebracht werden, damit das ganze Projekt nicht unter Leistungsdruck und dafür um so harmonischer abläuft. Je nach Projektpartner ist hier oft der Spass der Anfertigung, also der Weg, mehr Wert als das fertige Ergebnis.  


Links und Quellen:
http://www.hoerspiel.com/praxis-hoerspiel-produzieren/produktion/von-der-idee-zum-manuskript/
http://www.diakonie-augsburg.de/staticsite/staticsite.php?topmenu=14&menuid=20