6.7 Fazit

In diesem Kapitel wurde gezeigt, dass Service Learning Grenzen aufweist und bei einseitigem Einsatz auch Schaden anrichten kann. Deshalb ist es umso wichtiger, sensibel mit allen beteiligten Akteuren umzugehen und ihnen keine falschen Versprechungen zu machen. Die Qualitätsstandards beim Service Learning Prozess sollten beachtet und dementsprechend umgesetzt werden.

Oftmals kann den hohen Standards von Service Learning nicht Genüge geleistet werden, sei es durch zeitliche, ökonomische oder weitere Restriktionen und Rahmenbedingungen. Wie geht man mit diesen Problemen und Risiken um? Bei abweichenden Bedingungen sollte individuell überprüft werden, wie Lösungen aussehen können, die dem Service-Empfänger nicht schaden. Dabei ist es wichtig, seine Situation treffend zu erfassen, Transparenz für die Beteiligten zu schaffen und sensibel auf die beteiligten Akteure einzugehen. Auch mit einfachen Mitteln können so mögliche Enttäuschungen reduziert werden: Beispielsweise sollten dem Empfänger bei einem kurzen Service Learning keine falschen Versprechungen gemacht werden. Es ist sinnvoll, bereits in den ersten Gesprächen offen über die zeitliche und inhaltliche Gestaltung zu sprechen. 

Auch in Nürnberg beim Bildungspatenprogramm-Beispiel ziehen wir zum Abschluss des Kurses ein Resümee. Wir hoffen Sie hatten Freude bei der Teilnahme!