3.1 Ziele der Planungsphase

In der vorangegangenen Phase der Projektidentifikation galt es, eine Projektidee zu erarbeiten, dabei einen tatsächlichen gesellschaftlichen Handlungsbedarf zu ermitteln, Partner zu gewinnen und das Tätigkeitsfeld einschätzen zu lernen. In der anschließenden Phase der Projektplanung soll nun die Projektidee konkretisiert und das genaue Vorgehen dabei geplant werden, sowohl organisatorisch wie auch didaktisch. Die Projektplanung bedeutet im Service Learning, sich den methodischen, organisatorischen, finanziellen, und strategischen Herausforderungen planend zu stellen, um eine möglichst für alle Beteiligten ergiebige und nützliche Durchführung bewerkstelligen zu können. Dazu gehört eine gemeinsame Konzeption der Ziele, die in Service- und Lernziele unterschieden werden können, wobei sich beide Ebenen überschneiden und auch bedingen. Die Ideen aus der Phase der Projektidentifikation werden so auf ihre Realisierbarkeit untersucht und konkrete Maßnahmen abgeleitet (Engels, 2007, S. 87). Dabei werden die empirischen Ergebnisse aus der Projektidentifikation als Grundlage genutzt, um einen Projektplan zu erstellen. In diesem werden das konkrete Vorgehen festgelegt, Arbeitsverantwortlichkeiten und Meilensteine vereinbart oder aber auch der Bedarf an finanziellen Mitteln, Sachgegenständen oder Weiterbildungsmaßnahmen eingeschätzt und Wege zu dessen Befriedigung dargestellt. Hierbei wird auf Werkzeuge des Projektmanagements zurückgegriffen. Wichtig ist in der Projektplanung, die Lernenden als auch die Projektpartner mit einzubeziehen. 

Die Projektplanung wird an verschiedenen Hochschulen unterschiedlich verstanden und angegangen. Wir haben Service Learning Lehrende an deutschen Hochschulen und Universitäten gefragt: Wie läuft die Planungsphase von Service Learning an Ihrer Hochschule ab?