1.1 Was ist Service Learning? – Ursprünge, Definitionen

Lernen durch Engagement (Service-Learning) basiert auf dem Prinzip, einen sozialen Dienst in der Praxis zu leisten, der mit dem fachlichen Lernen im Klassenraum kombiniert wird. Service steht dabei für gesellschaftliches Engagement, wobei dieses so gewählt wird, dass theoretische Inhalte aus dem Unterricht mit der Praxis verzahnt werden. Learning meint die damit verbundene Erweiterung von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen, die durch Handlungsbezug und Verständnistiefe gekennzeichnet sind. Beide Ebenen stehen beim Service-Learning im Wechselspiel und bedingen sich gegenseitig. Übergreifendes Ziel ist es, mit Lernen durch Engagement die Zivilgesellschaft und damit die Demokratie zu stärken, indem die Lernenden erfahren, welche Mitwirkungsmöglichkeiten sie besitzen und wie sie diese aktiv einbringen können. Deshalb eignet sich die Methode besonders, um Wissen in der Praxis anzuwenden und gleichzeitig Erkenntnisse auf Grund der eigenen Erfahrungen zu erlangen. Besonders wichtig sind dabei das aktive Handeln der Lernenden, die in der Praxis gemachten Erfahrungen sowie deren Reflexion. Service-Learning, welches seinen Ursprung an amerikanischen Hochschulen hat, bekommt auch im deutschsprachigen Raum immer mehr Aufmerksamkeit.

Dies verdeutlicht eine bundesweite Studie der Universität-Halle-Wittenberg, in der die quantitative Verbreitung von Service Learning untersucht wurde. Die folgende Vortragsaufzeichnung stellt die zentralen Ergebnisse der Studie vor (Anmerkung: Dieses Video ist nicht prüfungsrelevant):

Was Service Learning konkret an einer deutschen Hochschule bedeuten kann zeigt das folgende Video anhand des Bildungspatenprogramms an der Universität Nürnberg-Erlangen.

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